5000 gelbe Enten in der Förde : Das etwas andere Rennen in Flensburg: Die Enten waren los!

Wer zuerst kommt...: Logenplätze waren am Sonnabend heiß begehrt.
Wer zuerst kommt...: Logenplätze waren am Sonnabend heiß begehrt.

Charity in Flensburg: Das 5. Entenrennen am Hafen war ein voller Erfolg für Entenfreunde und Veranstalter.

shz.de von
04. Juni 2018, 06:42 Uhr

Wieder einmal hieß es: „Lasst das Rennen beginnen!“ Bei strahlendem Sonnenschein platschten am Sonnabend über 5000 gelbe Plastikenten in das kühlende Wasser der Förde. Jede Einzelne war zuvor sehr bedacht auserwählt und für fünf Euro erworben worden – und den Gewinnern winkten tolle Preise: Von Wellness-Gutscheinen, über Gemälde bis hin zu Reisegutscheinen im Wert von 500 und 1000 Euro.

So war es nicht verwunderlich, dass sich mehrere tausend Zuschauer an der Hafenspitze versammelten, um den nummerierten Entchen bei ihrem Rennen über 75 Meter gespannt zuzuschauen. Da kamen nicht nur die fleißigen Enten ins Schwitzen! Als nach etwa zehn Minuten die Erste von ihnen ins Ziel kam, war die Hoffnung groß: War das vielleicht meine Ente?

Der Sack öffnet sich: Tausende Enten plumpsen ins Wasser und legen los.
Foto: Michael Staudt (2)
Der Sack öffnet sich: Tausende Enten plumpsen ins Wasser und legen los.

Bereits zum fünften Mal fand das gemeinnützige Entenrennen des „Vereins Flensburger Entenrennen“ statt; gegründet von den Lions Clubs „Fördestadt“ und „Alexandra“. Rund acht Monate lang hat eine zwölfköpfige Planungsgruppe das bunte Familienfest organisiert: Hüpfburg und Wasserspiele, Musik von den „Woodys“ und „Policia do Samba“ sowie eine Fass-Sauna mit anschließender Dusche. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt.

Vor der ersehnten Siegerehrung am Nachmittag fand noch eine ganz besondere Preisverleihung statt: Mehrere hundert dekorierte Enten nahmen am „Schönheitswettbewerb“ teil und wurden von einer Jury – bestehend unter anderem aus Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar, die das Entenrennen um zwölf Uhr eröffnete – begutachtet. Und schließlich wurden 33 „Kunstwerke“ mit Geld-und Sachpreisen gekürt. Einer der drei Sonderpreise ging an eine Ente, die den Bienen dieser Welt gewidmet war.

Im Vordergrund des bunten Tages standen jedoch die Spendenziele. Der diesjährige Reinerlös des Entenrennens geht an erster Stelle zugunsten des ambulanten Kinder-und Jugendhospizdienstes. Zudem kommt ein Teil jeweils den Jugendabteilungen des DLRG und THW zugute sowie dem Verein „Tageseltern e.V.“

Volker Hansen vom Lions Club Fördestadt ist „rundum zufrieden“ mit dem Tag. Er rechne mit einem Reinerlös zwischen 15 000 und 20 000 Euro. „Es war anstrengend, heiß, aber sehr schön“, sagte Hansen glücklich.

Glücklich waren auch die Entenbesitzer, als Moderator Lukas Thyen endlich zur großen Siegerehrung aufrief und die Gewinner der schnellsten 30 Enten verkündete. Als Erste schaffte es um Schnabellänge die Ente von Sylvia (53) ins Ziel. Die Flensburgerin kann sich nun über einen Reisegutschein im Wert von 1000 Euro freuen: „Ich weiß noch nicht, wohin es gehen soll, oder mit wem ich verreise.“

Während die Erstplatzierte noch überlegt, können alle anderen Teilnehmer die 171 Gewinnernummern im Internet (www.flensburger-entenrennen.de) einsehen und ihren Gewinn in den nächsten vier Wochen bei Karstadt, Holm 7 abholen. Losnummer nicht vergessen!

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