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Jahreswechsel : Das erste Baby 2016 heißt Erik Sascha

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

28 Minuten nach Mitternacht brachte Melanie Schulz ihr zweites Kind in der Diako zur Welt. 2015 war dort mit 1744 Geburten ein Rekordjahr.

shz.de von
erstellt am 01.Jan.2016 | 19:00 Uhr

Flensburg | Silvester hat Familie Schulz im Krankenhaus verbracht. Der Hintergrund ist zum Glück erfreulich: die Geburt von Erik Sascha. Er sollte dem errechneten Termin nach schon im Advent zur Welt kommen. Doch der Junge von 4020 Gramm und 53 Zentimetern ließ sich Zeit. Ganz so wie damals seine große Schwester Lea Marie, die im Februar drei Jahre alt wird. 28 Minuten nach Mitternacht wurde Erik Sascha nun am Neujahrstag in der Diako als erstes Flensburger Baby 2016 geboren. „Erst ganz gemütlich, dann hatte er es eilig“, resümiert seine Mutter Melanie Schulz. Mit 13 Minuten, die die Geburt dauerte, habe er seine Schwester noch übertroffen, die sich eine halbe Stunde Zeit ließ, erinnert sich die 28-jährige Flensburgerin.

Das ging so schnell, dass der Vater, Sascha Michael Schulz, es zur Geburt seines Sohnes nicht mehr rechtzeitig in den Kreißsaal schaffte. Er habe bei Verwandten gewartet, die nur fünf Minuten entfernt wohnen, erzählt der 31-Jährige, und dass es bei Lea Maries Geburt schon knapp war. Nach dem Anruf gestern aus dem Krankenhaus sei er sofort „rüber gespurtet, aber als ich ankam, war es schon zu spät.“ Erik Sascha war schon da.

Die Eltern haben originelle Vornamen für ihren Knirps gewählt, denn weder Erik noch Sascha tauchen in der jüngsten Vornamenstatistik des Flensburger Standesamtes auf (siehe Info-Kästen) – anders als im Jahr 2014, als neun Neugeborene Erik getauft wurden und der Name damit immerhin Platz 14 in der Statistik einnahm. Nordisch sollte einer der Namen sein, erklärt Vater Sascha Schulz. Und mit seinem Rufnamen als zweitem Vornamen führe der Junge eine Familientradition fort. Lea Marie verdanke ihren zweiten Vornamen der Großtante, ergänzt Melanie Schulz.

Im vergangenen Jahr haben 725 Neugeborene zwei Vornamen bekommen, weiß die Statistik des Standesamts. Die meisten Kinder indes, 975, kommen mit einem Vornamen aus. 67 Kinder hingegen tragen sogar drei Vornamen und drei Knirpse noch mehr.

Mit 1744 Geburten im vorigen Jahr blickt die Diako auf ein Rekordjahr zurück, sagt Dr. Horst Ostertag, der seit 2004 für die Geburtshilfe des Krankenhauses zuständig ist. Seither „haben wir jedes Jahr die Geburtenzahlen steigern können“, erklärt der Chefarzt. Angefangen beim Jahr 2010 mit 1138 Geburten, kamen im Jahr darauf jeweils 1186 (2011), 1585 (2012), 1556 (2013) und 1590 (2014) Kinder zur Welt. Inzwischen übernehme die Diako auch fast alle Entbindungen von Sylt, Föhr und Amrum, sagt Ostertag und fasst zusammen: „Wir sind derzeit das Perinatalzentrum Level I mit den meisten Geburten in Schleswig-Holstein.“

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