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Flensburger Tageblatt

21. September 2017 | 03:32 Uhr

Das eigene Gemüse schmeckt besonders gut

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 23.Mai.2016 | 15:20 Uhr

Zwischen Blumen, Pflanzen und fröhlichem Vogelgezwitscher dringen Kinderstimmen durch das Glashaus der Gärtnerei Tischler in Gelting. Die Kinder-Gärtnerei hat Besuch aus dem örtlichen Kindergarten. Es ist Pausenzeit, die Kinder sitzen mit ihren Betreuern an Kindertischen, haben ihr Brot ausgepackt, dazu gibt es Gemüse in vielen Farben. Das Rot der Radieschen und Möhren überwiegt, aber auch Salat wird hier munter gegessen.

„Schmeckt toll“, sagt der kleine Maximilian. Gärtner- und Floristikmeisterin Francesca Tischler-Brehmer lächelt bei diesen Worten. Sie ist Initiatorin des Projektes, das nach einem Besuch des Kindergartens in der Gärtnerei entstanden ist. „Die Kinder waren so begeistert“, erinnert sich die Gärtnerin. Daraus ist jetzt in Zusammenarbeit mit dem Geltinger Kindergarten ein Projekt entstanden, an dem sich elf Kinder beteiligen, die jede Woche einen Vormittag in der Gärtnerei verbringen.

Besser kann Wissen über Vorgänge in der Natur nicht vermittelt werden. Inzwischen sind am Eingang zur Gärtnerei Hochbeete entstanden. Dort haben die Kinder im Frühjahr Gemüse gesät und oder Pflanzlinge gesetzt. In den Wochen danach wurde kräftig gegossen und natürlich auch Unkraut gezupft. Große Aufregung gab es, als die ersten Pflanzen ihre grünen Vorboten aus der Erdkrume steckten. Die Kinder konnten ihren Blick gar nicht abwenden, so als wollten sie den Pflanzen beim Wachsen zuschauen.

Erzieher Stephan Dirks ist vom Projekt begeistert. „Die Kinder freuen sich auf den Vormittag in der Gärtnerei“, sagte er. Dirks unterstreicht den Wert der Wissensvermittlung für die Kinder: „Viele Kinder kennen Gemüse nur aus der Tiefkühltruhe. In der Gärtnerei lernen sie, dass das Säen und die Pflege vor der Ernte notwendig sind.“ Für Francesca Tischler-Brehmer ist das Projekt ein Zurück zu den Wurzeln. Die Kinder lernen die Zusammenhänge der Natur kennen und erfahren, wie schön es ist, etwas zu essen, das man selbst gepflanzt und aufgezogen hat.

Der sechsjährige Maximilian ist wie seine Kindergartenfreunde voll bei der Sache. Besonders gerne mag er die süßen Möhren, weniger die scharfen Radieschen. Das Tollste ist, dass er mit seiner Mama und seinem kleinen Bruder zu Hause auch ein Beet angelegt hat, denn bald muss er zur Schule und dann ist der Tag in der Kinder-Gärtnerei vorbei.

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