Eggebek : Das digitale Zeitalter bricht an

Neugierig testen die Schüler die neuen Tablets.
Neugierig testen die Schüler die neuen Tablets.

Das Amt Eggebek schafft zum kommenden Schuljahr für die Klassen 5 bis 7 Tablet-Computer an.

shz.de von
02. März 2017, 12:00 Uhr

Eggebek | Zum Schuljahresbeginn 2017/2018 wird das Amt Eggebek als Schulträger die Schüler der fünften bis siebten Klasse der Eichenbachschule in Eggebek mit Tablets ausstatten. Dies berichteten Amtsvorsteher Jacob Bundtzen und der Leitende Verwaltungsbeamter Klaus-Dieter Rauhut bei der jüngsten Sitzung der Schulkonferenz.

In der Gemeinschaftsschule in Eggebek sind bereits sämtliche Klassenräume mit Active-Boards (digitale Schultafeln) ausgestattet und 80 Laptops für das digitale Lernen im Unterricht im Einsatz. Nun erfolgt der nächste große Schritt, um Kinder und Jugendliche intensiv auf die Anforderungen der digitalen Gesellschaft in der Schule vorbereiten zu können. Das Lehrerkollegium, so berichtete Schulleiterin Heike Petersen, hat sich schon eingehend mit der Thematik befasst und freut sich über die neuen Möglichkeiten zur Unterrichtsgestaltung.

Es gibt bereits einen guten Fundus an Lernsoftware (Apps), die ihren Praxistest in zahlreichen Schulen in Schleswig-Holstein auch schon bestanden haben. Über das Bildungsministerium gibt es umfangreiche Hilfestellungen für die Erarbeitung von Konzepten wie Unterrichtsgestaltung sowie Fortbildungsveranstaltungen für Lehrkräfte. „Das Schulbuch und handschriftliche Arbeiten werden damit nicht abgeschafft. Digitales Lernen zur Vorbereitung auf die beruflichen und gesellschaftlichen Anforderungen der heutigen Zeit ergänzt den Unterricht. Schule als Lern- und Lebensort muss sich diesen Anforderungen stellen. Dazu gehört auch, den produktiven und sinnvollen Umgang mit den umfangreichen Möglichkeiten der medialen Technik zu vermitteln und auf Gefahren hinzuweisen,“ sieht Heike Petersen als Aufgabenstellung der Schule.

Die Tablets sollen die Schüler nicht nur im Unterricht einsetzen, sondern auch zu Hause bei den Hausaufgaben und zur Recherche. Den Kostenaufwand für die Anschaffung von 200 Geräten, die stoßfest, gut bedienbar und mit Windows als Betriebssoftware ausgestattet sein sollen, beziffert Amtsvorsteher Jacob Bundtzen auf bis zu 100  000 Euro.

Nach der Ausstattung der fünften bis siebten Klassen im Sommer werden in den Folgejahren weitere Klassensätze bis zur vollständigen Ausstattung angeschafft. Nach Beendigung der Schulzeit gehen die Geräte ins Eigentum der Schüler über – dafür zahlen die Eltern im Laufe der Schulzeit einen geringen Kostenanteil.


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