zur Navigation springen

Strandgut in Glücksburg : „Dann mache ich eben etwas los“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Günter Sommer bringt die Kultur-Reihe „Strandgut“ in Glücksburg 2014 zum zehnten Mal auf die Bühne. Die Veranstaltungsreihe ist erwachsen geworden.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2013 | 08:00 Uhr

Die aktuelle Saison der Reihe „Strandgut“ ist noch nicht vorbei, da hat Günter Sommer schon das Programm für 2014 fertig vorbereitet. Es wird die zehnte Folge des beliebten Kulturangebots sein. Was treibt den früheren Prokuristen eines Holz- und Baustoffhandels an, alljährlich ein Kulturprogramm zurechtzuzimmern?

„Es bringt mir bisher immer noch Spaß“, sagt der 73 Jahre alte Glücksburger, der selbst einmal Klarinette in einer Jazzband spielte. Auslöser für den Versuch einer solchen Programmfolge sei die Kritik im Ort gewesen, dass in Glücksburg nichts los sei. „Damals habe ich in meinem jugendlichen Leichtsinn gesagt, dann mache ich eben etwas los“, erinnert sich der gelernte Kaufmann an den Anfang von „Strandgut“. Aus einem kleinen Konzert einer Jazzband aus Waren an der Müritz sei die heutige Kulturreihe entstanden. Die 250 Plätze im Elisabethsaal des Strandhotels sind nach Angaben Sommers meistens ausverkauft. Deshalb begann er in dieser Saison damit, jedes Programm zweimal anzubieten, also nicht nur donnerstags, sonder auch am Mittwochabend. „Für die erste Vorstellung am Mittwoch könnten wir noch mehr Abonnements verkaufen“, aber ansonsten sei er sehr zufrieden.

Die Preise für Einzelkarten und Abonnements werden auch in 2014 stabil sein. „Das ist nur möglich, weil Sponsoren Strandgut unterstützen“, erklärt Sommer, der alles ehrenamtlich mache, wie er sagt. Doch ohne weitere Unterstützung wäre auch „Strandgut“ nicht das, was es ist. So übernachten die Künstler im Strandhotel zu entsprechenden Konditionen. Das Haus stelle alle Jahre wieder den Saal zu kulturfreundlichen Bedingungen zur Verfügung. Die finanzielle und vertragliche Abwicklung übernimmt der Handels- und Gewerbeverein Glücksburg für jedes Engagement. Der Touristvermarkter GLC stellt die Werbemittel wie etwa Faltblätter für das Kulturangebot her und wirbt im Internet für Strandgut.

Inzwischen sind es die Manager der Künstler, die Günter Sommer um Engagements bitten. So sind Ben Becker und Giora Feidman mit ihrem Paul-Celan-Programm in Glücksburg gestartet. Zur Vorbereitung gehört für Sommer, sich jeden Künstler im vorhinein andernorts anzusehen. Und so macht sich Sommer mehrmals im Jahr mit seiner Frau auf den Weg durch Deutschland.

Eines hat der Glücksburger bei der persönlichen Betreuung festgestellt: „Je besser die Künstler sind, desto einfacher ist der Umgang mit ihnen.“ Das Niveau seines „Strandguts“ erfährt Sommer an jedem Vorstellungsabend erneut. Und so macht er weiter, „solange der Erfolg da ist“.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert