„Am Kai wird kein Platz mehr sein!“ : Dampf Rundum 2017: Diese Schiffe kommen nach Flensburg

Mit dem Dampf Rundum im Juli wird von der maritimen Museumsszene die erfolgreiche Aufarbeitung der Alexandra gefeiert.
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Mit dem Dampf Rundum im Juli wird von der maritimen Museumsszene die erfolgreiche Aufarbeitung der Alexandra gefeiert.

Flensburg feiert sein Dampf Rundum vom 7. bis 9. Juli . Elf Museumsschiffe aus ganz Nordeuropa haben zugesagt.

shz.de von
05. Juli 2017, 08:31 Uhr

Flensburg | Es wird ein Jubelfest, das Dampf Rundum im Juli: Flensburgs schwimmendes Wahrzeichen, der Salondampfer „Alexandra“, ist nach umfangreichen Reparaturen und Kesseltausch wieder fit und wird Gastgeber für seine schwimmenden, musealen Schwestern aus ganz Nordeuropa. Nachdem die Dampferfreunde die Last mit ihrer alten „Alex“ weitgehend hinter sich gelassen haben, freuen sie sich auf das Fest, das am Donnerstag mit seinen Zutaten vorgestellt wurde. 16 Museumsvereine haben sich mit ihren Schiffen angesagt, sodass Hafenkapitän Frank Petry und Veranstalter Michael Reinhardt schon vier Monate vor dem Ereignis mit Freude ankündigen können: An der Hafenkante wird kein Liegeplatz mehr frei sein! Und das Geschehen wird konzentriert: Der Technikpark als Arena für gepflegte Dampfmaschinen und museale Fahrzeuge an Land erhält seinen Platz auf den Flächen bei der Museumswerft.

Die wichtigste Frage für Schiffsliebhaber: Welche musealen Kostbarkeiten schieben ihren Bug in den Flensburger Innenhafen? Ein richtig großer Pott nimmt Kurs auf Flensburg: das Motorschiff „Sandnes“, Baujahr1950, Norwegens größter schwimmender Veteran.

Mit seinem grünen Rumpf wird sich das norwegische Motorschiff Sandnes von der Flotte der schwarzen Dampfer markant abheben.
Foto: Marcus Dewanger
Mit seinem grünen Rumpf wird sich das norwegische Motorschiff Sandnes von der Flotte der schwarzen Dampfer markant abheben.
 

Das klassische Rot der Feuerschiffe wird die Szenerie des Dampf Rundums mitbestimmen. Gleich drei dieser schwimmenden Leuchtfeuer sind angekündigt: „Elbe 1“ von 1948, Feuerschiff „Fehmarnbelt“ von 1908 und der Oldie in der Riege: Feuerschiff „Elbe 3“ von 1888. Das Treffen bringt auch eine Erinnerung an das Flensburger Feuerschiff.

Das Feuerschiff „Elbe 3“ in Ovelgönne.
Foto: Imago/imagebroker
Das Feuerschiff „Elbe 3“ in Ovelgönne.

Zum Fest der alten Technik wird wieder die Besatzung des Schifffahrtsmuseums mit den Flensburger Modellbauern alle Register ziehen, und auch das Industriemuseum Kupfermühle ist als Partner eingestiegen. Integriert in den Festtrubel wird auf dem Nordertorkai ein Bio-Markt.

Die hohen Kosten des Festes werden wieder durch Sponsoren aufgefangen. Die Stadt gibt 15.000 Euro, Shell Thomsen ist mit dabei und die Nospa. Deren Treue begründete Pressesprecher Burkhard Lauritzen: „Unser Herz hängt an dieser wichtigsten maritimen Veranstaltung in Flensburg.“

Das komplette Programm gibt es auf der Webseite der Dampf Rundum zu sehen. Diese Schiffe haben noch zugesagt:

Bereisungsdampfer „Schaarhörn“ von 1908 (Hamburg)

Das Dampfschiff Schaarhörn.
Foto: Archiv
Das Dampfschiff Schaarhörn.

Seezeichendampfer „Bussard“ von 1905/1906 (Papenburg, heute Kiel)

Die „Bussard“ im Flensburger Hafen.
Foto: Gerrit Hencke
Die „Bussard“ im Flensburger Hafen.

Eisbrecher „Stettin“ von 1933 (Stettin, heute Hamburg)

Die Stettin beim Dampferrennen.
Foto: Marcus Dewanger
Die Stettin beim Dampferrennen.

Fahrgastdampfer „Skjelskør“ von 1915 (Frederikssund, Dänemark)

Die „Skjelskør“ in ihrem Heimathafen.
Foto: Wikimedia/Henrik Dalgaard
Die „Skjelskør“ in ihrem Heimathafen.

Eisbrecher „Wal“ von 1938 (Stettin, heute Bremerhaven)

Die „Wal“.
Foto: Imago/Martin Werner
Die „Wal“.

Feuerschiff „Elbe 1“ von 1948 (Papenburg, heute Cuxhaven)

Feuerschiff „Fehmarnbelt“ von 1908 (Brake, heute Lübeck)

Die „Fehmarnbelt“ im Heimathafen Lübeck.
Foto: Imago/mm images/Waldkirch

Die „Fehmarnbelt“ im Heimathafen Lübeck.

 

Außerdem mit dabei:

  • „Samka“, ein Küstenmotorschiff vom Typ „Caroliner“, die in den 1950er Jahren in Svendborg (Dänemark) gebaut wurden.
  • eine Reihe kleiner Dampfboote
  • das Rettungsboot „Werner Kuntze“ der DGzRS
Das Dampfboot „Heihoo“.
Foto: Imago/nordpool/Riediger
Das Dampfboot „Heihoo“ ist auch 2017 wieder Teil der Dampfbootflotte.
 

Einen Lageplan der Schiffe während der Veranstaltung gibt es hier.

Es gibt einen Programmpunkt, den sich die Schiffsliebhaber unbedingt vormerken sollten: Freitag, 7. Juli, 19 Uhr: Ausfahrt der Schiffe in Paradeformation. In der Innenförde drehen die Dampfer wieder in Richtung Flensburg. Liegen sie in einer Linie, kommt der Start zum Dampferrennen. Nach der Rückkehr wird gefeiert, um 23 Uhr das große Feuerwerk über dem Hafen gezündet.

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