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Dänische Bahnkunden in der Flensburger Ticketfalle

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Falsche Information auf Fahrkarten führt Besucher aus Dänemark in die Irre / Busfirma verspricht Abhilfe

Dänische Bahnkunden fahren per Zug nach Flensburg und dann auf zwei Linien von Aktiv-Bus in die Stadt. Das suggerieren Aufdrucke auf den Tickets. Doch der Anschluss gilt nur bis zum ZOB – eine Falle: Die Fahrgäste können die Einschränkung nicht erkennen.

Die Vereinbarung für den Anschluss per Bus wurde zwischen den Dänischen Staatsbahnen (DSB) und der Flensburger Busgesellschaft „Aktiv Bus“ ausgehandelt, die die Linien 1 und 5 zwischen dem Hauptbahnhof und dem ZOB bedient. Auf dem Bahnticket sind das Ziel Flensburg sowie die L1 + L5 aufgeführt.

„Daher bin ich auch davon ausgegangen, dass ich mich mit diesem Fahrschein in den Bus setzen und damit die gesamte Strecke fahren kann“, sagt Ebbe Sand aus Odense. Auf der Hinfahrt ist ja auch bestens gelaufen. Erst auf der Rückfahrt begannen die Probleme. Der Busfahrer schaute auf die DSB-Fahrkarte, schüttelte den Kopf und verlangte, dass Ebbe Sand einen Fahrschein löste.
„Auf der Fahrkarte steht ja, dass sie für beide Strecken gilt. Die Reise ist mit der DSB-Fahrkarte bezahlt.“
Nach einem Wortwechsel bezahlte Sand die zwei Euro, die das Ticket kostet und durfte mitfahren.
„Jetzt wollte ich es aber genau wissen,“, sagte Ebbe Sand, der eine Zehnerkarte für die Reise zwischen Odense und der Fördestadt gekauft hat.

Bei „Aktiv Bus“ hat man sich der Sache angenommen und ist alles andere als glücklich angesichts des Hinweises auf dem DSB-Fahrschein:
„Darüber müssen wir mit DSB sprechen. Denn das, was auf dem Zugfahrschein steht, ist irreführend“, sagt Bela Bergemann, der bei „Aktiv Bus“ die Abteilung Linienplanung und Fahrscheinpreise leitet. Obwohl der Reisende im Glauben gelassen werde, er könne die gesamte Strecke der beiden Linien befahren, sei dies nicht der Fall. Die Vereinbarung mit DSB gilt lediglich für die Strecke zwischen dem Bahnhof und dem ZOB, weil DSB auf dieser kurzen Strecke nach einem besonders preisgünstigen Tarif abrechnet.
„Jedenfalls ist die Formulierung auf dem Fahrschein nicht eindeutig. Das muss geändert werden“, kündigt Bela Bergemann an.

Darin stimmt Ebbe Sand durchaus mit ihm überein. „Ich finde es ganz schön kleinlich! Aktiv Bus und DSB sollten die Sache so schnell wie möglich klären“, findet Sand, der Bargeld für einen Busfahrschein in der Tasche haben wird, wenn er Flensburg das nächste Mal besucht.


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erstellt am 19.Jan.2014 | 08:06 Uhr

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