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Bilanz: : Dänen beleben das Weihnachtsgeschäft

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zufriedene Geschäftsleute sowohl in der Innenstadt wie auch im Citti- und Fördepark und: Es werden immer mehr Gutscheine verschenkt.

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 07:49 Uhr

„Das Weihnachtsgeschäft empfinde ich in diesem Jahr als sehr entspannt“, sagt Ulf Hansen, Vorstand des Vereins City Flensburg (vormals IG Innenstadt). Die Kunden würden schon mal ruhig warten. Das sei nicht jedes Jahr so, weiß Hansen. „Ich höre nur Gutes. Die Stadt ist voll – trotz aller Unkenrufe in Bezug auf den modernisierten Citti-Park. Die haben sich nicht bewahrheitet“, sagt Einzelhändler Hansen erleichtert. „Die beiden Parks und die Innenstadtgeschäfte befruchten sich anscheinend“, hofft er.

„Wir sind sehr zufrieden“, sagt auch Sascha Warnken, Manager des erweiterten Citti-Parks. 25 000 Besucher hat das Haus am Sonnabend vor dem vierten Advent gezählt. Vor einem Jahr waren es 18 000 Besucher. „Das erkennen wir an der Auslastung der Parkplätze“, erklärt Warnken. Vergleichen kann der Betriebswirt die Zahlen nicht wirklich, hatte der Park vor dem Umbau doch noch 1000 Stellplätze und 17 Fachgeschäfte. Seit dem 30. September gibt es 2000 Parkplätze und 55 Fachgeschäfte am Langberger Weg.

Bei der Geschenke-Wahl geht es im Citti-Umfeld recht klassisch zu: Technik, Schmuck und Spielwaren sind wie immer zum Fest gefragt. Ähnlich sieht die Nachfrage bei Karstadt am Holm aus. Beauty-Produkte, Uhren, Schmuck sind die Klassiker. Bei den Spielwaren konnten die Kartons gar nicht groß genug sein, wie Andy Grabowski, Geschäftsführer der Filiale, sagt. Doch in dem Warenhaus wird verstärkt der Gutschein nachgefragt. „Wir haben zweistellige Zuwachsraten“, berichtet Grabowski. Das sei schon 2012 so gewesen.

In den 50 Geschäften des Förde-Parks ist das ähnlich. „Das Thema Gutscheine nimmt zu“, beschreibt Center-Manager Norbert Fels die seiner Meinung nach bequeme Form der Schenkens. Über das passende Geschenk werde einfach nicht mehr nachgedacht, äußert sich der Kaufmann, der seit neun Monaten den Park in Flensburg führt, ein wenig enttäuscht.

Die Menge der Besucher siedelt Fels bei der des Vorjahres an, will aber keine Zahl nennen, lässt sich dann zumindest ein „sechsstellig“ entlocken. Dank guten Zulaufs bei den neu angesiedelten Geschäften Nordsee und Expert falle die Insolvenz von Max Bahr bisher nicht sonderlich ins Gewicht. Schwarz auf weiß kann Fels sich erst 2014 ein Bild machen, da er die Umsatzzahlen alle drei oder sechs Monate erhalte.

Die Metro, Betreiber von 40 Centern mit den abzuwickelnden Baumärkten, hätte gut 20 Geschäftsräume bereits neu vermittelt, an die 20 würden derzeit verhandelt. Da das im Mutterkonzern passiere, wisse er selbst nicht, wann und wen es als neuen Mieter geben werde.

Den Buchhändler Ulf Hansen freut besonders das Interesse der dänischen Nachbarn. Es seien mehr Dänen in der Stadt unterwegs. Das habe sich bereits das Jahr über gezeigt. Wobei der Geschäftsführer von Bücher Rüffer die Attraktivität der Stadt als Grund vermutet. Direkt begründen kann Hansen das nicht: „Wir werden als Oberzentrum eben akzeptiert.“

Von einem guten Zuspruch der Skandinavier spricht auch Andy Grabowski. Der Karstadt-Manager hat neben den Dänen viele Norweger ausgemacht. Besonders gerne steuerten die nördlichen Nachbarn die Süßwaren-Abteilung an und kauften große Packungen an Schokolade und Marzipan.

Das abgerissene Parkhaus bereite den Kunden und Karstadt sehr viel weniger Probleme als befürchtet: „Wir scheinen sehr loyale Kunden zu haben, berücksichtigen derzeit aber auch die Parkgebühren von Fremdplätzen“, sagt der Betriebswirt, der die Filiale im dritten Jahr führt.

Mit dem Bau des neuen Parkhauses wird es im Frühjahr weitergehen. „Das neue Gebäude wollen wir zum nächsten Weihnachtsgeschäft nutzen, wenn das Wetter denn mitspielt“, sagt der Betriebswirt hoffnungsvoll.

Der frisch umbenannte Verein City Flensburg – „den Registernachweis habe ich gerade bekommen“, sagt Hansen – hat sich für 2014 mit Pact II ein heres Ziel gesetzt. Im Rahmen der Marketing-Offensive wollen die Innenstadt-Kaufleute Flensburg weiter nach vorn bringen.

So soll dem Leerstand in der Großen Straße mit Hilfe der Arbeitsgruppe „Leerstandmanagement“ begegnet werden.

 

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