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Handewitt : Countdown für den einzigen Kandidaten

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Sonntag wird in Handewitt ein neuer Bürgermeister gewählt. Thomas Rasmussen wirbt für eine hohe Wahlbeteiligung.

Rund 9100 Handewitter Bürger sind am Sonntag aufgerufen, ihren neuen Bürgermeister zu wählen. Es tritt allerdings nur ein Kandidat an: Thomas Rasmussen. Der 47-jährige Diplom-Verwaltungswirt, der derzeit das Bauordnungsamt der Stadt Flensburg leitet, wirbt um eine hohe Wahlbeteiligung: „Die Gemeindepolitik hat ihre Auswirkungen auf die Menschen vor Ort, und daher ist es wichtig, den Bürgermeister zu wählen.“

Der parteilose Kandidat, der von der CDU, der KWG und den Grünen unterstützt wird, saß zu einer letzten Besprechung vor der Wahl am Mittwochabend im Gasthof Handewitt mit den örtlichen Fraktions- und Parteivorsitzenden zusammen. Spürbar war, dass die zahlreichen Leserbriefe im Tageblatt, die sich über die „Einheits-Kür“ empört haben, nicht an den Kommunalpolitikern abgeprallt sind. Die Parteien signalisierten zugleich, dass sie sich intensiv mit einer Kandidaten-Nominierung beschäftigt hätten. Der Tenor: Man habe aktiv gesucht, aber potenzielle Bürgermeister seien rar gesät.

Bei Rasmussen reifte der Gedanke, in seinem Wohnort anzutreten, im Laufe des letzten Jahres. Bei einer privaten Feier traf er Klaus Neitzel, den stellvertretenden Vorsitzenden der KWG. So wurde eine Kandidatur Rasmussens ein Thema bei der Wählergemeinschaft.

Mitte September entschied sich die KWG für Rasmussen. Zu diesem Zeitpunkt sprach der 47-Jährige auch bei der CDU vor und hinterließ ein „positives Bild“. Mitte November votierten die CDU-Mitglieder einstimmig für Thomas Rasmussen, da sich bis dahin kein geeigneter Bewerber mit CDU-Parteibuch gemeldet hatte.

Neben seiner Bewerbung lag bei den „Grünen“ eine zweite Bewerbung auf dem Tisch – von Britta von der Wehl. Daraus wurde jedoch nichts. Grünen-Sprecher Prof. Dr. Jochen Wendiggensen sprach von einem „Geschmäckle“, das bei der Wahl von Britta von der Wehl entstanden wäre. Ihr Vater Peter fungiert als stellvertretender Vorsitzender des kommunalen Planungs- und Umweltausschusses. Zudem überzeugte Rasmussen auch die Öko-Partei. Die SPD verzichtete auf die Nominierung eines eigenen Kandidaten.

Die acht Wahllokale sind am Sonntag von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Direkt im Anschluss beginnt die Stimmenauszählung. Als „Wahl-Zentrale“ dient die Gemeindeverwaltung, wo schließlich das vorläufige Endergebnis verkündet wird. Die Stimmenauszählung ist öffentlich.

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erstellt am 31.Jan.2014 | 07:45 Uhr

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