Streit um Tierschutz : Circus Busch kontert Kritik an Elefantenhaltung

Wohlauf: Einer der beiden Elefanten des Circus Busch. Foto: sh:z
Wohlauf: Einer der beiden Elefanten des Circus Busch. Foto: sh:z

Wenn der Circus Busch auftritt, ist die Tierrechtsorganisation Peta nicht weit. So auch in Flensburg, wo der Zirkus bis zum 26. Juli seine Zelte aufschlägt. Der Vorwurf: Der Elefant wird misshandelt.

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22. Juli 2013, 11:32 Uhr

Flensburg | Die Vorwürfe von Peta betreffen die Mitführung und angebliche Misshandlung der beiden Elefanten durch das Zirkus-Personal. Zentraler Aufhänger der Kritik durch die Tierrechtler ist ein Vorfall während des Gastspiels in Frankfurt im August 2012: Damals hatte Elefantendame Maschibi die Zäune des Geheges durchbrochen und war anschließend von einem Tierpfleger unter Einsatz eines Stockes zurückgetrieben worden. Peta spricht von brutalen Schlägen und schwerer Misshandlung. Trifft das den Kern der Sache, oder schießen die Tierschützer über das Ziel hinaus? Aus Kreisen der Zirkus-Leitung ist von haltlosen Vorwürfen und Rufmord als Teil einer Hetzkampagne die Rede. "Der Umgang und die Unterbringung der Tiere sind absolut artgerecht", so Tournee-Leiter Reto Hütter.
Gänzlich frei von Kritik ist aber auch Peta nicht. In der Vergangenheit gab es einen großen Aufschrei, als herauskam, dass die Organisation in den USA im Jahr 2011 knapp 96 Prozent der Tiere, die in ein Heim gebracht wurden, einschläfern ließ. Davon betroffen waren hauptsächlich Hunde und Katzen.

Tierschutz aus Profitgier?

Dies ist Wasser auf die Mühlen von Peta-Kritikern, die hinter etwaigen Vorwürfen gegen Zoo- und Zirkus-Betreiber nur Profitgier vermuten. Peta ist eine der größten als gemeinnützig anerkannten Organisationen und hat in den USA einen Jahresetat in zweistelliger Millionenhöhe.
Was die derzeitigen Verhältnisse der Tiere im Zirkus in Flensburg betrifft, dazu äußerte sich der zuständige Veterinär Dr. Helmut Wernery. Seine Einschätzung fällt durchweg positiv aus. "Alle Tiere sind wohlauf und fit", so der Tierarzt. Abreißen werden die Vorwürfe wohl trotzdem nicht.

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