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Flensburger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 02:16 Uhr

Glücksburg : Champignons vom Solargrill

vom

Schüler waren bei "artefact" als Projektleiter aktiv und bauten Sonnen-Küche und Mini-Blockheizkraftwerk.

shz.de von
erstellt am 29.Mai.2013 | 07:11 Uhr

Glücksburg | Die Sonne lachte über dem "artefact"-Powerpark in Glücksburg, als acht Zwölftklässler der Frithjof-Nansen-Schule in Flensburg ihre Langzeitprojekte im Rahmen des Fachseminars für Projektorientiertes Lernen vorstellten. Mit Unterstützung des "artefact"-Teams haben sie ein Blockheizkraftwerk und eine Außenküche mit Solarreflektoren entwickelt und gebaut.

Gerade für die Präsentation der Küche war die strahlende Sonne Gold wert. So konnten solar-gegrillte Champignons an alle Zuschauer verteilt werden, und siehe da - die Solarküche hat ihre Feuerprobe bestanden. Das Wetter hatte Vanessa Witt, Verena Witt und Marco Nissen oft genug einen Strich durch die Rechnung gemacht. Die Arbeiten an der zu errichtenden Küche wurden durch Schnee und Kälte lange auf Eis gelegt, und daher war in den letzten Wochen sehr viel Fleiß nötig, um alles fertigzustellen. Vor allem das Mauern der Außenwand und das Vernageln der Holzverkleidung, gab Vanessa zu, "war eine große Herausforderung für uns als nicht geübte Handwerker".

In der Endphase waren sie vier Mal pro Woche in Glücksburg, um ihr Projekt zu beenden. Umso größer war die Enttäuschung, dass die Mauer nicht bis ans Dach heranreicht - die historischen Steine waren ausgegangen. Aufmunternde und lobende Wort fand aber "artefact"-Leiter Werner Kiwitt: "Diese Küche mit allen Details fertigzubauen wäre gar nicht möglich gewesen." Er freut sich darüber, die Solarküche nun als Angebot in der steckdosenfreien Zone anpreisen zu können.

Zum Angebot des Powerparks gehört nun auch das Blockheizkraftwerk, das von Ole Bork, Julia Johannsen, Lukas Martensen, Flemming Petersen und Max Straßenburg entwickelt und gebaut wurde. Hiermit kann durch Wärme-Kraft-Kopplung eine effiziente Erzeugung von Strom und Heizenergie stattfinden. Bei der Anfertigung konnten die Schüler sich auch auf Jan-Hendrik Lausen von "Greylogix" verlassen. Die Firma stiftete die Steuerung und stand bei technischen Fragen mit Rat und Tat zur Seite. Kiwitt: "Das war keine leichte Aufgabe, nur wenige Physiklehrer könnten so etwas aus dem Handgelenk schütteln." Er forderte die Schüler dazu auf, "artefact" auf die Finger zu schauen, ob das Kraftwerk auch richtig gepflegt wird. Einen Wartungsplan hatte die Gruppe dafür schon vorbereitet.

Vor allem die Teamarbeit hat den Schülern gut gefallen. Daher wog es umso schwerer, dass das Küchenteam schon früh ein Mitglied verlor - und somit auch die Motivation. Dennoch konnten sie sich als Gruppe zusammenraufen und ihr Objekt betriebsfertig machen. Beim Bau des Blockheizkraftwerks gab es zwar kleine Dispute, aber diese konnten stets beigelegt werden. Als Fazit ließ Flemming Petersen durchblicken, dass das Fachseminar "durchaus ein sinnvolles Projekt" ist. Auch Max Straßenburg unterstrich, wie toll die Möglichkeit ist, "aktiv zu lernen, wie man ein Projekt selbst umsetzt". Klassenlehrerin Claudia Hofmann war sichtlich stolz auf ihre Schüler. Später wurde trotz des Solargrills dann aber doch auf traditionelle Weise mit einem Holzkohlegrill für das Mittagessen gesorgt.

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