CDU-Ratsherr legt Mandat nieder

Meißner
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14. Mai 2013, 03:59 Uhr

Flensburg | Christoph Meißner will nicht mehr. Der CDU-Ratsherr hatte angekündigt, seine Kandidatur für die Kommunalwahl nicht weiter zu verfolgen und damit seine Fraktion geschockt. Der 52-Jährige wird, bekräftigte er, nach der Wahl sein Mandat niederlegen. Die Entscheidung sei nicht mehr rückgängig zu machen.

Der Partei indes will er treu bleiben. "Ich habe kein Problem mit der Programmatik, eher mit Personen." Wer gemeint sei, wolle er nicht preisgeben. Fraktionsvorsitzender Frank Markus Döring bedauerte den Schritt: "Wir haben eine lebendige Diskussionskultur und demokratische Entscheidungen. Christoph Meißners Beiträge waren stets wertvoll für unsere gemeinsame Arbeit. Er wird uns hier fehlen." Döring würdigte seinen unermüdlichen Einsatz. Dieser manifestierte sich vorrangig im Sozial-, Sport- und Jugendhilfebereich. Genau dort gab es auch die Sollbruchstellen. Insbesondere ein Affront bei der letzten Ratsversammlung: Meißner hatte bei der Abstimmung zur Kindergarten-Bedarfsplanung mit einer Enthaltung seiner Fraktion gerechnet, "die jedoch stimmte zu, ohne dass ich darüber informiert worden bin." Der sozialpolitische Sprecher hatte sich für eine stadtteilbezogene Kita-Arbeit stark gemacht, diese bei der Planung elementar vermisst. Auch mit seinem Anliegen, sich im Rahmen der Flensburg-Strategie nicht zu sehr auf die deutsch-dänische Kultur zu fixieren, sondern das Leben von 130 Nationen in dieser Stadt sichtbarer zu machen, stieß er auf taube Ohren. Nicht zuletzt der Verzicht auf Kandidatenplakate ("Das ist eine Persönlichkeitswahl!") stieß ihm bitter auf. "Wenn ich gegen Wände laufe", so Meißner, "muss ich mir das nicht eine weitere Legislaturperiode lang antun." Der Ratsherr war 14 Jahre kommunalpolitisch aktiv. "Aber ich kann mich auch anderweitig beschäftigen."

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