zur Navigation springen

CDU bleibt stärkste Kraft - SPD und Grüne legen zu

vom

Kommunalwahlen: FDP verliert deutlich Stimmen / Wahlbeteiligung sinkt auf historischen Tiefstand

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Kiel | Die CDU ist erneut als stärkste Kraft aus den Kommunalwahlen in Schleswig-Holstein hervorgegangen. Nach dem Ergebnis der Landeswahlleitung kam die Union auf 38,9 (2008: 38,6) Prozent und legte damit leicht zu. Ein Jahr nach der Landtagswahl erhalten die drei Regierungsparteien SPD, Grüne und SSW (Südschleswigscher Wählerverband) ein eher mäßiges "Zwischenzeugnis". Sie kamen auf insgesamt 46,4 Prozent, 1,8 Punkte weniger als bei der Landtagswahl mit 48,2 Prozent. Allerdings konnten SPD und Grüne ihre Stimmanteile im Vergleich zu den Kommunalwahlen 2008 ausbauen.

Der neue CDU-Landeschef Reimer Böge zeigte sich erfreut, aber nicht "rundum happy" über das Abschneiden seiner Partei. Ziel sei es gewesen, erneut als stärkste Partei hervorzugehen, sagte Böge. Die Partei habe sich nach dem Führungswechsel im März sehr schnell stabilisiert. Die Kommunalpolitiker seien nicht durch Geschehnisse in der Landespartei in ihrem Wahlkampf irritiert worden.

Die SPD mit Ministerpräsident Torsten Albig erreichte 29,8 (26,6) Prozent der Stimmen. "Wenn das ein Landtagswahlergebnis wäre, wären wir natürlich nicht zufrieden", sagte Albig. Das Ergebnis sei unerfreulich. Anspruch der SPD müsse es immer sein, stärkste Kraft zu sein und die 40 Prozent im Blick zu haben. "Davon sind wir noch ne ganze Ecke weg." Nach Ansicht von SPD-Landeschef Ralf Stegner hat der Politikwechsel im Land Rückenwind für die Kommunalwahl gegeben.

Noch etwas mehr als die SPD legten die Grünen zu, die nach der Schätzung auf 13,7 (10,3) Prozent kamen. "Satter kann es nicht sein", sagte die Landesvorsitzende Ruth Kastner. Der SSW blieb mit 2,9 (3,0) Prozent annähernd gleich stark. Mit 5,0 (9,0) Prozent musste die FDP erhebliche Einbußen hinnehmen. "Da mag man sagen: Mit zwei blauen Augen davongekommen", sagte FDP-Landeschef Heiner Garg. Die erstmals bei einer Kommunalwahl antretenden Piraten erreichten 1,6 Prozent. Die freien Wählergruppen kamen auf 4,8 (5,1) Prozent. Ein Jahr nach dem Ausscheiden aus dem Kieler Landtag gehörte die Linke mit 2,5 (6,9) Prozent zu den Verlierern des Abends.

Die Wahlbeteiligung ist auf einen historischen Tiefstand von 46,7 Prozent gefallen - deutlich unter die 49,4 Prozent bei den Kommunalwahlen von 2008.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen