Flensburger Schwimmbad : Campusbad schwimmt in Besuchern

46 Prozent mehr Kinder und Jugendliche: Die Preispolitik der Stadtwerke scheint im Campusbad aufzugehen.
46 Prozent mehr Kinder und Jugendliche: Die Preispolitik der Stadtwerke scheint im Campusbad aufzugehen.

Dem Campusbad in Flensburg scheint es wieder gut zu gehen: Die Gästezahl im städtischen Hallenbad steigt um gut 26.000 – doch die neuen Tarifverträge fressen die gestiegenen Umsätze komplett auf.

shz.de von
12. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Flensburg | Gute Stimmung im Campusbad: Dieses Jahr könnte für das Hallenbad an der Thomas-Fincke-Straße das besucherstärkste seit Öffnung im März 2010 werden, hofft Andreas Ostmann. Der Geschäftsführer des  Betreibers Förde-Bäder-GmbH sagt: „Von Januar bis November haben 253.462 Badegäste das Angebot von Sport-, Freizeitbad und Sauna genutzt. Das sind 26.537 mehr Gäste als im Vorjahreszeitraum.“ Der Januar war gut 29.000 Besuchern der besucherstärkste Monat überhaupt.

Die Preise sollen zum Jahreswechsel unverändert bleiben, nur die höhere Besteuerung der Saunabesuche könnte mittelfristig zu einem Anstieg führen. „Das Umsatzplus vom Anstieg der zahlenden Gäste wird allerdings von der Personalkostensteigerung nach Einführung des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst mehr als aufgefressen“, sagt Ostmann. Nach dem politischen Willen des Rates werden die gut 40 Mitarbeiter jetzt nach Tarif bezahlt.

Seit dem Betreiberwechsel von der insolventen Firma Aquavital des früheren Chefs Wolfgang Tober zur Stadtwerke-Tochter  Förde-Bäder hat sich vieles  im Bad verändert. Mit den Vereinen werde halbjährlich über Verbesserungen gesprochen. So hätten die Beteiligten  vereinbart, die Anzeigen- und Zeitmessanlage zu aktualisieren, mehr als überfällige Wartungsarbeiten nachzuholen und defekte Komponenten zu ersetzen. Ostmann: „Damit kann das Campusbad wieder in vollem Umfang als attraktiver Austragungsort für Wettkämpfe genutzt werden.“ Die Förde-Bäder-GmbH habe seit der Übernahme  überfällige Wartungen und Instandhaltungen nachgeholt. Die Fliesen in den Sanitärräumen würden laufend ersetzt und die Fugen erneuert. 

Nach Auskunft Ostmanns sollen der Eingangs- und der Freizeitbereich im neuen Jahr getrennt werden. Das sei in den ursprünglichen Plänen zwar vorgesehen gewesen, aber nie realisiert worden. „Diese Abtrennung macht aber Sinn“, sagt Ostmann. Insgesamt werde das Bad mit einer qualifizierten und motivierten Mannschaft betrieben, von der Badeaufsicht, der Reinigung, der Kasse über den Saunabetrieb bis hin zur Gastronomie.

Aufgegangen sei die Strategie, das Bad für Kinder und Jugendliche attraktiver zu gestalten: „Durch die Anpassung des Eintritts ist der Anteil von Kindern und Jugendlichen 2014 auf 46 Prozent der Badegäste gestiegen –  der höchste prozentuale Anteil seit Eröffnung.“

Ostmann hofft, dass der Dezember  wieder ein guter Monat wird, obwohl das Bad wegen geringerer Besucherzahlen am 24. und 25. Dezember nicht öffne. Damit könnten die Mitarbeiter eine kurze Verschnaufpause nehmen, nachdem das Bad 2014 fast durchgängig an sieben Tagen der Woche geöffnet hatte. Auch am 31. Dezember und am 1. Januar bleibe das Bad dicht.  

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