Europa-Universität : Campus bekommt neues Studentenwohnheim

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Das Haus soll im September 2016 in der Nähe des Uni-Hauptgebäudes öffnen. Das fünfstöckige Haus des Studentenwerks umfasst 113 Appartements.

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30. Juni 2015, 11:30 Uhr

Flensburg | Grünes Licht für Flensburgs nächstes Studentenwohnheim, das über Jahre nicht aus der Warteschleife gekommen war: Mehr als zwei Jahre, nachdem der Planungsausschuss der Ratsversammlung das fünfte Wohnheim des Studentenwerks in Flensburg auf den Weg gebracht hat, sind offenbar die letzten Hürden ausgeräumt. Uni-Kanzler Frank Kupfer bestätigte gestern auf Tageblatt-Anfrage, dass das 113 Appartements umfassende fünfstöckige Haus des Studentenwerks im September 2016, also in 14 Monaten, bezugsfertig sein soll. „Dafür hat das Land finanzielle Mittel bereitgestellt“, erklärte Kupfer weiter. Grund für den langwierigen Planungsvorlauf: „Die Kapazitäten des Versorgungsnetzes auf dem Campus reichten nicht aus, um es anzuschließen“, berichtete Kupfer. Nachdem dieses Problem nun gelöst sei, kann das Studentenwerk als künftiger Betreiber in die konkrete Bauplanung einsteigen. Kanzler Kupfer zufolge sind die Pläne gegenüber der letzten öffentlichen Präsentation vor zwei Jahren kaum verändert. Der Gebäudekörper werde auf dem Gelände zwischen Campusbad und Uni-Hauptgebäude im Vergleich zur früheren Planung lediglich wenige Meter von der Thomas-Fincke-Straße weg Richtung Norden verschoben.

Das Studentenwerk plant seit 2012/2013 in unmittelbarer Nähe des Universitäts-Hauptgebäudes ein fünfstöckiges Studentenwohnheim mit 113 Zimmern. Jedes davon soll eine eigene Nasszelle haben, die Brutto-Warmmiete einschließlich Internet-Anschluss soll 280 Euro nicht überschreiten, so die Ankündigung vor zwei Jahren. Das Studentenwerk selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Das Gebäude soll aus zwei quaderförmigen Baukörpern bestehen, die leicht verdreht zueinander stehen und durch ein Mittelstück miteinander verbunden sind. Schon zweimal hatte sich der Gestaltungsbeirat der Stadt den Entwurf angeschaut und der Stadtverwaltung empfohlen, die erforderlichen Befreiungen vom Bebauungsplan nicht zu verweigern. Doch bei der Gestaltung der Fassade, bei der Wahl des Materials, bei der Einbindung in die Landschaft und bei weiteren Details sah das Gremium noch „Luft nach oben“ und riet zu weiteren Gesprächen zwischen Bauverwaltung und Bauherrn.

Die Wohnheimquote in Flensburg wird durch den Neubau deutlich erhöht. Sie lag der Stadt zufolge zuletzt bei rund fünf Prozent; der Landesdurchschnitt liegt bei sechs Prozent. Derzeit bietet das Studentenwerk 364 Wohnheimplätze in Flensburg an (Näheres siehe Kasten unten).

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