Jugendaustausch : Bunte Blumen und Insektenhotels

Gruppenbild vor dem Jugendzentrum Exxe:  v.li. die Gruppenleiter Sarah und Michael, Tom, Nick, Isabell, Tonia, Sophie sowie ganz rechts Nicole Uck, Mutter von Sophie.
Gruppenbild vor dem Jugendzentrum Exxe: v.li. die Gruppenleiter Sarah und Michael, Tom, Nick, Isabell, Tonia, Sophie sowie ganz rechts Nicole Uck, Mutter von Sophie.

Erfolgreicher Abschluss des Trilateralen Jugendaustausches mit Carlisle und Slupsk– Fortsetzung folgt

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31. August 2018, 16:14 Uhr

Zum Jugendaustausch mit den Partnerstädten Slupsk und Carlisle sind die Flensburger Jugendlichen erstmals per Bahn nach Polen gereist. Doch statt der geplanten elfeinhalb Stunden waren die zehn Jugendlichen und ihre Teamer glatte 17 Stunden unterwegs – wegen technischer Probleme dauerte die Fahrt nach Hamburg vier Stunden, wodurch alle Anschlusszüge verpasst waren. „Trotzdem war die Stimmung in der Gruppe gut und im polnischen Slupsk wurden wir zudem überaus herzlich willkommen geheißen“, erzählt Gruppenleiterin Sarah Kietz.

Untergebracht waren die Flensburger Deerns und Jungs – zusammen mit ihren britischen und polnischen Pendants – komfortabel in Doppelzimmern in einem Sportinternat. Zusätzlich zum Programm bot dieses viele Möglichkeiten, gemeinsam Sport zu treiben.

Das Motto lautete in diesem Jahr „To bee or not to bee“ und bezog sich auf das Thema Insektensterben. So wurden ganz naturnah in einem vorab gejäteten Beet diverse Blumen gepflanzt und mehrere Insektenhotels gebastelt. Außerdem ein Bienen- sowie ein historisches Bauernmuseum besucht und ein Maislabyrinth auf seine Ausweglosigkeit geprüft. Ein Ausflug ins 125 Kilometer entfernte Danzig sorgte für Abwechslung. „Programmatisches Highlight war jedoch das Wochenende in den Familien der polnischen Jugendlichen, das unseren gruppendynamischen Zusammenhalt nochmals verstärkt hat“, so das einhellige Fazit der Gruppe. Beim Nachgespräch vermitteln die Jugendlichen, dass sie ein Stück erwachsener geworden sind. Der Kontakt mit polnischen Jugendlichen habe auf Anhieb geklappt, mit den britischen habe es etwas gedauert, bis man vertrauter miteinander wurde. Die Verpflegung in Slupsk sei bemerkenswert reichlich gewesen, so dass einige Teilnehmer zum Ende hin mehr auf Salat umgestiegen sind. „Ich bin froh, dass meine Tochter Sophie kurz vor Abfahrt noch einen frei gewordenen Platz bekommen hat. Ich finde es gut, dass junge Menschen den Europagedanken so friedlich miteinander und mit positiven Erfahrungen leben können“ sagt Mama Nicole Uck.

Im kommenden Jahr findet der „TriLa“ in Carlisle statt: Die Rahmenbedingungen und damit der Termin stehen allerdings noch nicht genau fest, da der dortige City Council noch nicht über die ausführende pädagogische Einrichtung entschieden hat. Teamerin Sarah Kietz hat unlängst dem Jugendhilfeausschuss der Ratsversammlung über den Trilateralen Jugendaustausch berichtet – aus Flensburger Sicht steht einer Fortsetzung nichts im Wege, die Finanzierung für die Teilnahme von erneut zehn Jugendlichen von der Förde ist beschlossene Sache.

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