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Flensburger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 15:57 Uhr

Schafflund : Bürger kritisieren Bauplan

vom

Nachbarn fühlen sich durch Beschlüsse des Gemeinderates um ihre Rechte gebracht

shz.de von
erstellt am 18.Mai.2013 | 07:02 Uhr

Schafflund | Nun wird ein dritter Anlauf gestartet, um eine Bebauung eine zentrale Baulücke in der Schafflunder Hauptstraße 17 zu ermöglichen. Wegen heftiger Proteste einiger Anwohner wurde vom Schafflunder Gemeinderat der zunächst angestrebte Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren in einen regulären Bebauungsplan 22 umgewandelt. Dagegen erhoben einige Nachbarn Einwendungen, die sie in einem 50-seitigen Bericht von ihrem Rechtsbeistandes vor dem Gemeinderat vortragen ließen.

In dem Bebauungsplan gebe es einige Ungereimtheiten, bemängelten die Beschwerdeführer. Hauptkritikpunkt der Anwohner ist der geplante Baukörper, der sich ihrer Meinung nach nicht in die dörfliche Bebauung einfügt. Auch die Abstände zu einem Knick und zu den Au-Wiesen halten sie für zu gering. Aber, so betonen die Nachbarn, man sei gesprächsbereit. Sie fordern eine Reduzierung der Pläne des Investors von 16 auf zwölf Wohneinheiten, damit die Größe des Baukörpers nicht so erdrückend auf ihre Grundstücke wirke.

Darüber hinaus zeigten sich die Anwohner verärgert über die Art und Weise, wie mit ihren Einwänden umgegangen wurde. "Durch die abermalige Aufhebung des korrigierten Bebauungsplans 22 und Wiederaufstellung eines neuen Bebauungsplans Nr.24 sind alle Einwände hinfällig und müssen nun erneut eingebracht werden", kritisierten die Anlieger Cord Westphalen, Torsten Jacobsen und Hanspeter Schwartz. Ferner werfen sie Bürgermeister Jürgen Schrum vor, Versprechungen nicht gehalten zu haben. Dem Gemeinderat sprechen sie eine Entscheidungskompetenz ab, da sich kaum ein Politiker über die Tragweite des Bebauungsplans im Klaren zu sein scheine.

Schließlich äußerten sie auch Kritik an der Verantwortlichen in der Gemeindeverwaltung, die nach Meinung der drei unmittelbaren Anlieger die Rechtmäßigkeit des Verfahrens bestätigt, dieses dann aber trotzdem geändert hätten.

Bürgermeister Jürgen Schrum widersprach den Vorwürfen energisch und betonte, dass das Verfahren nach Recht und Gesetz ausgeführt worden sei und werde. Schrumm weiß die Gemeindevertretung hinter sich und erklärte, dass man im aktuellen Verfahren wesentliche Veränderungen bei Abstandsregeln und Bauhöhe vorgenommen habe. Im Übrigen habe es im Vorfeld diverse Gespräche mit den Nachbarn, dem Investor und der Gemeinde gegeben, deren Erkenntnisse in den aktuellen Bebauungsplan eingeflossen seien. Auch der Abriss des vorher auf dem Grundstück gelegenen Bauernhofs habe weder von der Gemeinde genehmigt werden müssen noch habe die Gemeinde Einfluss auf den Abriss nehmen können, so Schrumm.

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