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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 10:23 Uhr

Sterup : Bürger fordern neues Baugebiet

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Der Gemeinde Sterup fehlen die finanziellen Mittel, um selbst aktiv zu werden.

Sterup | Henning Thomsen, Vorsitzender der „Interessengemeinschaft Steruper Bürger“, appellierte in der jüngsten Sitzung der Steruper Gemeindevertretung an die Mandatstäger, den Ort baulich weiterzuentwickeln und vor allem, jungen Familien eine Ansiedlung zu ermöglichen. „Ein neues Baugebiet ist dringend erforderlich“, sagte er. Bürgermeister Wolfgang Rupp entgegnete, die Gemeindevertretung sei sich dieser Problematik „sehr bewusst“. Doch sei die Kommune wegen fehlender Gelder nicht in der Lage, aus eigener Kraft Bauland zu erschließen. „Es mangelt an Investoren“, fügte er hinzu.

Henning Thomsen brachte weitere Wünsche der Bürgerinitiative zur Sprache, darunter eine Verbesserung der Wanderstrecke durch den Steruper Naturpark, der nach Regenfällen „nur mit Gummistiefeln“ zu begehen sei. Fehlende Entsorgungskästen für Hundekot und schlecht verschließbare Abfallbehälter in der Alten Dorfstraße werden außerdem beanstandet. Bürgermeister Rupp sagte zu, in den kommunalen Ausschüssen die einzelnen Punkte unter die Lupe zu nehmen.

Überwiegend positiv reagierten die Gemeindevertreter auf die Anregung Thomsens, im Dorf eine Sitzbank für Mitfahrer zu etablieren. Sie soll vor allem Senioren die Möglichkeit bieten, „quasi per Anhalter“ von Autofahrern kostenlos nach Sörup oder anderen größeren Orten der Umgebung mitgenommen zu werden. „Eine solche Initiative würden wir unterstützen“, gab der Bürgermeister zu verstehen. Gesagt wurde aber auch: Schwierigkeiten könnten sich ergeben, wenn die Mitfahrer mit Mühe einen Chauffeur für ihre Rücktour suchen müssten.

Weite Teile des Gemeindegebiets werden am 21. April nächsten Jahres zur Rennstrecke, denn der ADAC will eine Wertungsprüfung im Rahmen der Cimbern-Rallye veranstalten. Auf für den öffentlichen Verkehr gesperrten Straßen, darunter die L 21, jagen dann die Sportwagen ohne Tempolimit durch Sterup. Ein Risiko für Anlieger? - „Nein!“, sagt Bürgermeister Rupp. „Das bringt doch viele Zuschauer zu uns und ist ein netter Aspekt für unseren Ort.“ Dem Vertrag mit dem Veranstalter stimmten sieben Vertreter zu, drei waren dagegen, zwei enthielten sich.

Beantragt wird von der Gemeinde ein Tempolimit von 70 km/h auf der Kreisstraße 103 im Bereich von Boltoft. Dort besteht ein lange auf Eis gelegter Plan zum Ausbau eines Rad- und Fußwegs, der Sterup mit Esgrus verbinden soll.

Der Schubyer Projektmanager Karsten Reimer von der Schleswig-Holstein Netz AG informierte über den bevorstehenden Neubau eines 110-kV-Umspannwerkes in Sterup – Richtung Ahneby. Zu diesem Vorhaben gehört auch die Verlegung einer besonders leistungsstarken Erd-Stromleitung zur zentralen Schaltstelle in Süderbrarup. Erforderlich werden diese technischen Verbesserungen, weil ansonsten die im Raum Sterup erzeugte elektrische Energie aus Solar-, Windkraft- und Biogasanlagen, die stark angestiegen ist, nicht weitergeleitet werden könnte. Rupp: „Dieses Projekt dient der Daseinsfürsorge.“

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