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Hobby-Schriftstellerin : Bücher schreiben als Alltags-Ausgleich

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die gebürtige Flensburgerin Berit Bonde arbeitet derzeit an ihrem dritten Roman – heute Abend liest sie in Kiel aus ihrem Roman "Cupcake Love" vor. Die Lesung findet um 18.30 Uhr im Café "Friedas Tassenkuchen" statt.

Ausschlafen am Sonntag? Das kommt für Berit Bonde nicht infrage. Die 35-jährige gebürtige Flensburgerin sitzt dann lieber am Schreibtisch. Und schreibt – derzeit an ihrem dritten Roman. "Das ist für mich ein prima Ausgleich zum Alltag." Der besteht vor allem aus Sport. Denn seit einem halben Jahr arbeitet Bonde, studierte Technikübersetzerin, hauptberuflich als Personal Trainerin in einem Hamburger Fitnessstudio.

Das Schreiben macht sie nur nebenbei als Hobby, vor allem am Wochenende. "Darin kann ich mich total verlieren und tauche in eine eigene Welt ab." Zumindest solange, bis die Konzentration nachlässt. "Spätestens nach vier Stunden brummt meistens der Kopf", sagt Bonde lachend. In dieser Zeit schaffe sie für gewöhnlich etwa zehn Seiten. Das genüge ihr vollkommen. Druck macht sich die sympathische Blondine keinen. "Ich schreibe ja in erster Linie für mich selbst."

Daher saß sie rund drei Jahre an ihrem ersten Roman, der Fantasy-Erzählung "Das Erbe der Schatten". Die Handlung spielt im englischen Oxford. Zufall ist das nicht. Bei einem Urlaub in Portsmouth und Oxford vor fünf Jahren sei ihr spontan der Einfall gekommen, ein Buch zu schreiben. "Es gab einige witzige und chaotische Erlebnisse, die ich in die Handlung einfließen ließ." Und die sie der Öffentlichkeit nicht vorenthalten wollte. Daher wandte sich Bonde 2012 an ein knappes Dutzend Buchverlage, doch keiner wollte ihren Roman abdrucken. Kein Grund für die 35-Jährige, den Kopf in den Sand zu stecken. Über eine Plattform des Online-Versandhändlers Amazon veröffentlichte sie ihr Werk unter dem Pseudonym Anna Lena Valera. Um die Gestaltung des Buchcovers und die Vermarktung des Romans musste sich Bonde selbst kümmern. "Eine Freundin hat das Lektorat übernommen."

Der Aufwand zahlte sich aus: Knapp 600 E-Book-Exemplare seien bislang abgesetzt worden, in Bondes Augen ein guter Wert. "Andernfalls hätte ich Cupcake Love nicht veröffentlicht." So lautet der Titel ihres jüngsten 255 Seiten langen Werkes, das im Mai erschien. "Ein Frauenroman, in dem es um Liebe und Romantik geht", sagt Bonde. Im Mittelpunkt der Geschichte steht Clara, die mit einer Freundin einen Cupcake-Laden in Hamburg eröffnet und sich zwischen zwei Männern entscheiden muss.

Die Idee zu der Geschichte entstand bei einem neuerlichen Besuch in England – dieses Mal in London. Und wieder hat Bonde einige Eindrücke aus ihrem Leben in die Handlung eingearbeitet. Aber anders als für den ersten Roman fand sie dieses Mal einen Verlag, der die Geschichte druckte. "Verkaufszahlen kenne ich aber noch nicht", sagt sie. Die sind für die 35-Jährige ohnehin bestenfalls zweitrangig. "Die Rückmeldungen der Leser zeigen mir immer wieder aufs Neue, wofür ich schreibe."

Auf Rückmeldungen freut sie sich auch heute Abend. Dann ist sie ab 18.30 Uhr im Kieler Café "Friedas Tassenkuchen" zu Gast und liest den maximal 26 Besuchern aus Cupcake Love vor. Das würde sie auch gern in in ihrer alten Heimat Flensburg machen. Doch zunächst führt Berit Bondes Weg zurück in ihre neue Heimat Hamburg. Dort sitzt sie am Wochenende wieder am Schreibtisch – für ihren dritten Roman, die Fortsetzung von Cupcake Love. Ausschlafen am Sonntag gibt es für Berit Bonde eben nicht.

 

 

 

 

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erstellt am 01.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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