Mittelangeln : Breitband-Betreiber gefunden

Über den anstehenden Ausbau im Verbandsgebiet berichten Jörg Knöller (2.v.l.) von GVG Glasfaser und Bürgermeisterin Britta Lang den Zweckverbandsmitgliedern Martin Nissen (l., Mittelangeln) und Günter Nissen (Sörup).
Über den anstehenden Ausbau im Verbandsgebiet berichten Jörg Knöller (2.v.l.) von GVG Glasfaser und Bürgermeisterin Britta Lang den Zweckverbandsmitgliedern Martin Nissen (l., Mittelangeln) und Günter Nissen (Sörup).

Die Gemeinde hat mit dem Unternehmen „nordischnet“ einen Vertrag abgeschlossen. Die Vermarktung beginnt in den nächsten Wochen.

shz.de von
03. April 2018, 14:19 Uhr

Mittelangeln | Mit GVG Glasfaser und ihrer Marke „nordischnet“ hat der Breitbandzweckverband Mittelangeln, dazu gehören die Gemeinden Mittelangeln, Rüde und Sörup, einen Vermarkter und Betreiber des Breitbandnetzes in Mittelangeln beauftragt. Nach einer europaweiten Ausschreibung und Ablauf der entsprechenden Fristen wurde nun der Vertrag unterschrieben. Die Vorsitzende des Breitbandzweckverbandes Mittelangeln, Mittelangelns Bürgermeisterin Britta Lang, zeigte sich erfreut, dass mit dieser Vertragsunterzeichnung ein Meilenstein in der Breitbandversorgung erreicht wurde.

GVG Glasfaser mit Sitz in Kiel wird das Breitbandnetz vom Breitbandzweckverband Mittelangeln mit einer Laufzeit von 25 Jahren pachten, es betreiben und vermarkten. Bereits jetzt bietet das Unternehmen in Schleswig-Holstein leistungsstarke Glasfaserdienstleistungen, die konstant 500 Mbit/s im Download ermöglichen.

Ab sofort können sich interessierte Bürger über die Homepage des Amtes Mittelangeln über das Breitbandangebot informieren. GVG Glasfaser-Geschäftsführer Jörg Knöller kündigte an, dass sein Unternehmen bereits in den kommenden Wochen mit der Vermarktung beginnen werde. Voraussetzung für das Verlegen der Glasfaserkabel im Verbandsgebiet ist eine Anschlussquote von mindesten 60 Prozent. „Wir sind sehr zuversichtlich“, argumentierte Knöller mit dem Hinweis auf den Nachbarverband im Norden. Dort hätten sich bereits 80 Prozent der Haushalte für einen Anschluss entschieden.

Für Britta Lang geht es nun um den Ausbau des Glasfasernetzes. Zunächst erfolgt dafür eine Ausschreibung für die Planungs- und Tiefbauleistungen. Mit dem Bau von 1050 Kilometern Glasfaserleitung steht dem Zweckverband eine Mammutaufgabe bevor. Die Kosten für die Kabelverlegung bis ins Haus, übernimmt der Zweckverband, der dafür 12,7 Millionen Euro veranschlagt. Vom Bund ist eine Förderung von 4,7 Millionen Euro eingeplant. Die übrige Summe soll über die Pacht des Glasfaserkabels zurückfließen. Nach einer intensiven Findungsphase, bei der aus sechs Anbietern die Firma GVG Glasfaser ausgewählt wurde, zeigte sich Lang zufrieden: „Die Pachtsumme ist höher, als von uns erwartet.“

Auch für den Ortskern, der von der Telekom über deren nicht so leistungsfähiges Kupferkabel versorgt wird, gibt es Hoffnung auf schnelle Glasfaserkabel-Verbindungen, denn Knöller kündigte an, auch im Ortskern Glasfaserkabel verlegen zu lassen. Voraussetzung seien auch hierfür eine ausreichend große Anschlussquote. Die letzten Hausanschlüsse werden vom Zweckverband bis 2020 verlegt, kündigte Lang an und versprach, dass man sukzessive die Anschlüsse frei schalten werde.


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