Kulturschuppen Harrislee : Bratwurst, Caipi und Kuba

Karibisch für Nordlichter: Mario  und Bente  de Ogando zeigen,  wie Zumba geht.
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Karibisch für Nordlichter: Mario und Bente de Ogando zeigen, wie Zumba geht.

Gelungenes Open-Air-Sommerfest des SPD-Kulturschuppens in der ehemaligen Dorfschule in Niehuus mit über 400 Gästen

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30. Juni 2014, 18:27 Uhr

Ansteckend ausgelassene, lateinamerikanische Rhythmen ließen die Obstwiese an der Alten Schule Niehuus am Freitag zu einem Ort mit ganz eigenem Zauber werden. Mit der „Kubanischen Nacht“ der Gruppe Aldo Antonio und Band verlegte der Kulturschuppen der Harrisleer SPD zum zweiten Mal sein traditionelles Sommer-Open-Air-Fest vom Hof der Olen Möhl in die Niehuuser Naturidylle an der einstigen Dorfschule. Im Schutz der mächtigen Blutbuche war die Profi-Bühne aufgebaut, an Kerzen- und Blumen-geschmückten Biergartentischen tauchten rund 400 Besucher in die entspannte Atmosphäre ein, zu der Kulturschuppen-Chef Wolfgang Potztal und die Interessengemeinschaft Alte Schule Niehuus geladen hatten. Bei warmer Grundtemperatur und Windstille fanden kurzeitige Regentropfen mitten in die verrücktesten Tanzszenen hinein kaum Beachtung. Musik, Caipi, Cuba Libre und Bratwurst waren gefühlte Sonne.

Aldo Antonio (Gitarre, vocal) verarbeitet lateinamerikanische Rhythmen zu eigenen Kompositionen. Bis auf den hiesigen Ralph Schmedeke (Cajon, spanische Trommel) kommen alle Bandmitglieder aus Kuba, leben in Berlin, Hannover und Bielefeld: Diogenes Nodarse (Congas, vocal), der mit seiner damaligen Band Sonido Tres bereits zur Flensburger Hofkultur auftrat, Segundo Raul (Bass, vocal), Roberto Pita (Guitarra tres, vocal). „Das ist Klasse hier, und wie das Publikum mitmacht“, so die Musiker, nachdem vielstimmig mitgesungener kubanischer Reggae über die Wiese klingt. Die ausgerollte Tanzfläche ist immer voll. „Tolle Musik“, heißt es überall: „Nur die Pausen sind zu lang“

Disko-Nebel, bunt blinkendes Licht, dann geht’s los: Mit einem Tanz-Crashkurs ist der Flensburger Salsatänzer und Zumbatrainer mit karibischen Wurzeln, Mario de Ogando, mitreißender Höhepunkt des Abends: „Rechts, links, Seit’, Seit’, nach hinten; Achtung, jetzt kommt’s richtig für unsere Hüften“: In temperamentvollem Synchron-Tanz mit Ehefrau Bente Jensen de Ogando tanzt das Niehuuser Publikum, was das Zeug hält. Die Freude steckt an. In der einbrechenden Dunkelheit wirken Musik, Lichter und Tanz noch mal so schön.

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