Flensburg von oben : Blick auf die Stadt zur Blauen Stunde

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Für das perfekte Foto wurde beim Sportflugzeug die Tür des Co-Piloten ausgebaut

shz.de von
23. Januar 2018, 08:01 Uhr

Flensburg funkelt und glitzert. Das letzte Licht des Tages lässt noch die Orientierung zu an den Rändern von Hafen und Innenförde, die Lichter von Hafendamm und Schiffbrücke sowie die Scheinwerfer der Autos ziehen die „Lichtlinien“ durch das Stadtgebiet.

Fotograf Thomas Raake (kleines Foto) hat das Bild der Stadt in der abendlichen Dämmerung verwirklicht. Dazu ging er in die Luft: vom Flugplatz Pattburg aus, weil dies nach seiner Schilderung unkomplizierter ist als vom Flugplatz Schäferhaus.

Für den Flug hatte sich Raake mit einem Freund verabredet, der eine einmotorige Piper besitzt. Erste Vorbereitung auf den Flug: Auf der Seite des Co-Piloten wurde – für die ungehinderte Sicht – die Tür ausgebaut. Ergebnis auf tausend Metern Flughöhe, in der das Bild entstand: „Kalt war’s“, berichtet Raake. Mit minus drei Grad Celsius war während des Flugs der echte Winter zu spüren.

Der Fotograf hatte für den Zeitpunkt der Aufnahme die blaue Stunde gewählt – jene kurze Phase beim Übergang vom Tag zur Dunkelheit, die über alles ein zauberhaftes Blau legt und das die Kamera sichtbar macht. Das Bild entstand gegen 17 Uhr. Wenige Minuten später lag Schwärze über der Stadt. Die Kameras der Marken Nikon und Fuji zeichneten sich durch hohe Lichtempfindlichkeit aus.

Von der Kälte abgesehen: „Es war faszinierend“, sagt Thomas Raake. Er konnte die Positionslichter der Windkraftanlagen an und in der Nordsee erkennen, die Stadt Schleswig wurde sichtbar, und in Richtung Dänemark reichte der Blick bis nach Fünen. Um die Aufnahmen optimal „in den Kasten“ zu bekommen, war zwischen Fotograf und Pilot eine ständige Verbindung über die Bordkommunikation notwendig.

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