Vorverkauf in Flensburg : Billy Idol trifft The Hooters

Der Strubbelkopf ist geblieben: Billy Idol 2008 in Leipzig.
Der Strubbelkopf ist geblieben: Billy Idol 2008 in Leipzig.

80er-Jahre-Rockfestival am 19. Juli in der Flens-Arena mit dem Punk-Idol der Achtziger und drei weiteren Bands.

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04. Juli 2015, 12:49 Uhr

Seine Stimme prägte die 80er Jahre wie die von Bono, Bryan Adams, Billy Joel und Robert Palmer: William Michael Albert Broad, besser bekannt als Billy Idol. Ebenso prägend für den Sänger, der erste Erfolge mit der Band „Generation X“ feierte, waren jedoch der blondierte Bürstenschnitt, die provokativ nach unten hängende Rockerlippe und die Punkpose. Idol muss man nicht nur gehört, sondern vor allem gesehen haben – und das kann man jetzt am 19. Juli in der Flens-Arena.

Für viele Fans steht Idol, Jahrgang 1955, für den kommerziell erfolgreichen Rock-Punk made in USA. Dabei ist er Engländer, brach in den 70er Jahren sein Philosophie-Studium ab und schloss sich der neuen Londoner Punk-Szene an. Hier gründete er „Generation X“. Nach deren Auflösung ging er in die USA und startete hier eine Solo-Karriere mit einem auf ihn zugeschnittenen Image als „tough guy“. Er landete Hits wie „Dancing with Myself“, „Rebel Yell“, „Flesh for Fantasy“ und „White Wedding“. Das Album „Rebel Yell“ erreichte in Deutschland Platz 2 der Album-Charts.

Ab 1990 wurde es ruhig um Billy Idol, der heroinabhängig war, mehrere Exzesse hatte und nach einer Überdosis seinen Drogenmissbrauch fast mit dem Tod bezahlte. Doch er trat erfolgreich auf die Notbremse, machte einen Entzug und lebt seitdem drogenfrei. Nach einem schweren Motorradunfall mit etlichen Knochenbrüchen lag er lange im Krankenhaus.

Doch seine Fans vergaßen ihn all die Jahre nicht. Sein 2001 erschienenes Greatest-Hits-Album verkaufte sich über eine Million mal. 2005 kam endlich sein erstes neues Album nach weit über zehn Jahren Pause heraus. „Devil’s Playground“ erreichte immerhin Platz 15 der deutschen Charts. Er gab viele Konzerte, vor allem in Deutschland. Im Oktober 2014 erschien Billy Idols Autobiographie „Dancing with Myself“, benannt nach seinem frühen Hit.

Wer musikalisch von den 80er Jahren geprägt ist, kennt nicht nur Billy Idol, sondern auch The Hooters. Die stammen wirklich aus den USA, hatten weltweit Riesenhits mit Songs wie „All you Zombies“ oder „Johnny B“. Die Hooters hatten einen eigenen, völlig unverwechselbaren Sound, der geprägt war von einem schweren Groove, aber vor allem durch den Einsatz eher rockuntypischer Instrumente wie Mandoline und Akkordeon. Auch die Hooters sind beim Konzert am Sonntag, 19. Juli, in der Flens-Arena dabei.

Einlass ist schon um 16 Uhr, eine Stunde später geht es los. Zu Beginn spielen die Mannheimer Symphonic-Metal-Band „Beyond the Black“ und Sängerin Jennifer Haben – derzeit oft im Fernsehen zu sehen – und die Gruppe „Skyline“. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen, unter anderem in den beiden Tageblatt-Ticketcentern in der Nikolaistraße 7 und im Medienhaus Fördestraße 20.

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