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Oktoberfest in Flensburg : Bier und Obatzder auf dem Holm

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

„O’ploppt is!“: Das Flensburger Oktoberfest findet am kommenden Sonntag statt. Das neue Innenstadt-Marketing zielt vor allem auf dänische Kundschaft ab.

shz.de von
erstellt am 02.Okt.2015 | 11:00 Uhr

Flensburg | Die gute Nachricht gleich am Anfang: Die Maß Bier kostet beim Oktoberfest in Flensburg nur 6,50 Euro, auf der Wies’n inzwischen über zehn! Brezn und Haxen gibt’s hier auch, Kellnerinnen im Dirndl ebenso, und bayerische Musik kommt von den „Lederbüxxen“ aus Kiel. Wozu also nach München fahren? Am kommenden Sonntag, 4. Oktober, heißt es zünftig, aber auch leicht abgewandelt „O’ploppt is!“ Das Flensburger Oktoberfest zum verkaufsoffenen Sonntag ist die erste Marketing-Maßnahme im Rahmen des neuen PACT-2-Programms für die Innenstadt.

Die Zielrichtung ist ganz klar: Es sollen mehr dänische Einkaufstouristen in die Innenstadt kommen, statt von Fleggaard und Scandi-Park mit vollem Kofferraum gleich wieder die Heimreise anzutreten. Um mehr Dänen zu erreichen, bedient sich das Pact-2-Team um Ulf von Finthel der Dienste des dänischen Marketing-Manns Heine Hilbrecht von der Agentur „Salg & Media“ in Svendborg. „Flensburg ist die Regionsstadt für ganz Süd-Dänemark“, sagt er; die Anziehungskraft wirke bis nach Esbjerg, Vejle und auf die Insel Fünen. Überall da schalte man Anzeigen in Radio, Print und Online.

Von dem neuen Marketingpaket erhofft sich Flensburgs Chef-Touristiker Gorm Casper „langfristige touristische Effekte“. Man wolle erreichen, dass dänische Stadtbesucher nicht nur einen Tag zum Einkaufen kommen, sondern möglichst über Nacht bleiben, um am nächsten Tag das Programm des verkaufsoffenen Sonntags zu genießen – und das Ganze vier Mal im Jahr.

Wegen des Feiertags am Sonnabend startet die Kampagne mit einem eintägigen Event – „unsere Kick-off-Veranstaltung“, wie sie Ulf von Finthel nennt. Miriam Löwel (Agentur L’Events) verspricht Wettsägen, Wettnageln, Maßkrug-Stemmen, Bier in fünf Bierwagen, ein DJ-Ötzi-Double, Alphorn-Bläser und den Satruper Spielmannszug. Freunde bajuwarischer Kochkunst dürfen sich auf Leberkäs, Weißwurscht, Haxen und Obatzder freuen. „Natürlich wollen und können wir nicht das Original kopieren“, erklärt von Finthel. „Wir machen das Ganze mit einem Augenzwinkern. Wir tragen Lederhosen mit Schippermütze. Und bei uns heißt es O’ploppt is!“

Am Wochenende 31. Oktober / 1. November geht es weiter mit dem Motto „Hier spielt die Musik!“ Auf drei Bühnen der Innenstadt wird Live-Musik von Rock bis zur Oper geboten. Im kommenden Jahr heißen zwei weitere Veranstaltungen zu verkaufsoffenen Sonntagen „Rummel in Flensburg“ und „Boxenstopp an der Automeile“.

„Wir wollen die Marke Flensburg in Dänemark stärken“, bekräftigt Ulf von Finthel. Mit den wiederkehrenden Themen soll „Verlässlichkeit“ hergestellt werden. Die Dänen sollen erfahren, dass es „hygge“ nicht nur bei ihnen, sondern auch hier in Flensburg gibt. Oder wies es Gorm Casper sagt: „Reiseanlässe schaffen!“

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