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Ferienschwimmen in Flensburg-Weiche : Bibbernd zum Seepferdchen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Projekt mit landesweitem Vorbildcharakter: Ferienkurs im Freibad Weiche macht Flensburger Grundschüler zu Schwimmern. Vom 27. Juli bis zum 16. August sind die Tore des Bades für Kinder und ihre Eltern geöffnet.

shz.de von
erstellt am 07.Aug.2015 | 14:30 Uhr

Flensburg | Frisch aus dem Wasser, immer noch zitternd, aber stolz bekommt Ella Frieda Preuß den Schein. Sie hat es geschafft. Die Achtjährige hat beim Ferienschwimmen in Weiche ihr Seepferdchenabzeichen erreicht. Auch ihr kleiner Bruder Pelle kommt so oft wie möglich zum Ferienschwimmen und möchte noch in diesem Sommer wie seine große Schwester das Seepferdchen haben. „Es macht mir viel Spaß“, sagt der Siebenjährige. Ihn hat das Schwimmen angesteckt. Wenn im September die Schule wieder beginnt, will er den nächsten Kurs bei Levke Haaz machen, einer der DLRG-Ausbilderinnen.

Das Freibad Weiche veranstaltet in den Sommerferien jedes Jahr drei Wochen lang ein kostenloses Ferienschwimmen für Grundschulkinder in Flensburg. In diesem Jahr sind vom 27. Juli bis zum 16. August die Tore des Bades für Kinder und ihre Eltern geöffnet. Auch jüngere Kinder, die schon das Schwimmen lernen wollen, sind willkommen. Das Bad wird vom Förder- und Trägerverein Jugendtreff Weiche betrieben, der mit Mitteln der Stadt die Veranstaltung anbietet.

Auch Kinder aus den Gemeinden Handewitt und Harrislee sind gerne gesehen, die Kommunen kommen für ihre Schüler auf. Genauso werden Gäste von außerhalb nicht abgewiesen. „Wir haben auch Kinder aus Berlin, die jeden Sommer ihre Großeltern hier besuchen kommen und dann bei uns einen Schwimmkurs machen“, berichtet Heiko Intemann, der das Ferienschwimmen organisiert. „Unser Motto ist: Jeder kann kommen.“ Er berichtet, dass die ersten beiden syrischen Flüchtlingskinder auch schon mitgemacht haben.

Mit 235 Anmeldungen ist das Freibad sehr gut besucht. In den zwei Stunden, die es Montag bis Donnerstag vormittags für die Ferienschwimmer geöffnet hat, werden die Kinder auf vier je halbstündige Gruppen aufgeteilt, damit diese große Anzahl bewältigt werden kann. „Als letzte Woche so schlechtes Wetter war, gingen die Leute dann schnell wieder nach Hause, aber diese Woche bleiben sie gerne länger, um noch einen Kaffee zu trinken und die Sonne zu genießen“, erzählt Intemann.

Alle Betreuer sind DLRG-Mitglieder. Die Kurse werden nach Schwimmfähigkeiten aufgeteilt. Es gibt eine Einsteigergruppe, bei der kleine Kinder allererste Schwimmversuche machen können. Die nächste Gruppe ist die Seepferdchengruppe, in der sie ihr erstes Abzeichen erringen können. Anschließend kann in der Bronze- und der Silber-/Goldgruppe darauf aufgebaut werden. „Für ihr Goldabzeichen müssen die Kinder vom Drei-Meter-Turm springen, dafür müssen sie allerdings in ein anderes Bad gehen, da wir keinen haben“, sagt Intemann. Immerhin die Hälfte der angemeldeten Kinder erhielte im Laufe dieser Wochen ein Abzeichen, erzählt er weiter. „Das ist ein super Angebot,“, findet Hennig Maassen. Kinder, gerade hier am Meer, sollten seiner Meinung nach schwimmen können. „Wir sind zum dritten Mal in Folge hier. Auch ich war schon als Kind dabei.“

Seine Tochter Lara kommt jeden Tag zum Ferienschwimmen und möchte dieses Jahr ihr Brozeabzeichen machen. Die Zweitklässlerin ist letztes Jahr über die Unesco-Schule, die sie besucht, zu der Veranstaltung gelangt.

Maassen hat die Frau seines Cousins mitgebracht, die zum ersten Mal mit ihren Kindern her kommt. Ihr Sohn Thaisen ist erst zwei und darf noch nicht mit machen. „Der ist im nächsten Jahr dran.“ Sie hat sich schon fest vorgenommen, dann wieder zu kommen. „Die gehen hier ganz toll mit Kindern um und bringen ihnen das Wasser nahe.“

 

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