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Umgestaltung in Fruerlund : Bewegung und Begegnung stehen an erster Stelle

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Firmen bekommen den Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis für ihre Umgestaltung in Fruerlund. Überzeugt haben dabei unter anderem die gestalterische Qualität und städtebauliche Einbindung des Wohnumfeldes.

Flensburg | Wenig Freiraum, wenige Stellplätze und wenige Spielplätze – wer in Fruerlund wohnt, dem kommen diese Defizite bekannt vor. Lange haben sich die Einwohner über die Probleme in ihrem Viertel beklagt. Doch die sind nun Schnee von gestern. Der Stadtteil hat sich weiterentwickelt – besonders im Rahmen des Projekts „Wohnen für Generationen“. Die Freiflächengestaltung, die im Zuge des Projekts vorgenommen wurde, ist nun mit dem Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2015 ausgezeichnet worden – genau gesagt mit dem „Sonderpreis Wohnumfeld“. Überzeugt haben dabei besonders die gestalterische Qualität und städtebauliche Einbindung des Wohnumfeldes sowie die Verbindung von Gebäude und Freiraum. Preisträger sind das Flensburger Landschaftsarchitektenbüro kessler.krämer gemeinsam mit den Bauherren, dem Sanierungsträger der Stadt und dem Selbsthilfe-Bauverein (SBV). Den Preis in Form einer Urkunde bekommen die Gewinner aber erst im September.

„Wir wollten die drei Kernaspekte des Projekts, generationsübergreifende Gemeinschaft, Bewegung und Begegnung in der Gestaltung der Freiflächen umsetzen“, erklärt Martin Kessler vom Landschaftsarchitektenbüro kessler.krämer. Dazu gehören unter anderem Spiel- und Aufenthaltsplätze sowie Bewegungsparcours, für die der SBV Kurse anbietet. Man wohne mehr, sagt Kessler, was nicht zuletzt an zunehmender Freizeit und dem demografischen Wandel läge.

Kernstück des Wohnumfeldes ist der Słupsk-Park – benannt nach Flensburgs polnischer Partnerstadt. Drumherum zieren die modernen Häuser des SBV, Bäume, Parkmöglichkeiten in regelmäßigen Abständen und neu gestaltete Straßen das einheitliche Bild von Fruerlund. „Zudem haben wir uns für ein warmes Rot als Imagebildung des Quartiers entschieden“, erzählt Kessler. Diese Farbe ist an vielen Stellen zu sehen.

Für die Umgestaltung des Quartiers haben die Förderer viel Geld in die Hand genommen. Der SBV hat 500  000 Euro in die Gestaltung investiert, außerdem sind fünf Millionen Euro aus öffentlichen Mitteln geflossen. Insgesamt haben der Neubau und die Modernisierungsmaßnahmen nach Angaben von SBV-Vorstand Jürgen Möller 55 Millionen Euro gekostet. Doch das sei es wert gewesen: „Die Menschen fühlen sich wohl.“

 

 

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erstellt am 21.Apr.2015 | 12:00 Uhr

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