Zum Gedenken an Renate Delfs : Bewegende letzte Worte

Sorgte für den musikalischen Rahmen: Rasmus Hoffmeister.
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Sorgte für den musikalischen Rahmen: Rasmus Hoffmeister.

Mehr als 300 Gäste in der Bürgerhalle bei Veranstaltung zum Gedenken an Renate Delfs

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14. Juni 2018, 07:02 Uhr

Sie hat Spuren hinterlassen – und sie hat die Herzen der Menschen bewegt. Renate Delfs ist und bleibt unvergessen.

Das bewies nicht zuletzt die große Anteilnahme bei der Gedenkveranstaltung für die Schauspielerin und Autorin, die am 27. März gestorben war. Etwa 320 Gäste fanden sich am Dienstag in der Bürgerhalle des Rathauses ein, darunter Freunde, Familie und Weggefährten. Der Raum war mit rosa Rosen geschmückt, die Beleuchtung tauchte das sonst nüchternen Ambiente in eine fast anheimelnde Atmosphäre. Emotionen gab es reichlich an diesem Abend – in allen Facetten.

Tränen flossen auf der einen Seite, aber es wurde auch gelacht. „Eine Feier, wie sie Renate Delfs gefallen hätte“, meinte eine Besucherin, „sie war ja eine sehr humorvolle Frau.“ Auch Stadtsprecherin Kathrin Ove berichtete von ausschließlich positiven Rückmeldungen während und nach der Veranstaltung, „bei der es uns ein großes Anliegen war, auch die Wünsche der Familie zu berücksichtigen“.

Viele kurzweilige Beiträge – allesamt mit Applaus bedacht – prägten diese Hommage an die überall beliebte Flensburger Ehrenbürgerin. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeisterin Simone Lange hielt Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar die städtische Gedenkansprache. Andreas Delfs schilderte in seinem sehr persönlichen gehaltenen Rückblick seine Mutter als Familienmenschen, bei dem ihre drei Söhne nach dem frühen Tod des Vaters immer an erster Stelle gestanden hätten. „Sie war eine Mutter zum Pferde stehlen, für die es nie Langeweile gab und die für jeden Spaß zu haben war - sogar als Gast der Rudi-Carrell-Show.“

Gäste wie Bernhard Gleim, ehemaliger Fernsehfilm-und Unterhaltungschef bei Radio Bremen, kannte Renate Delfs im beruflichen Kontext durch Serien wie „Nicht von schlechten Eltern“, „Aus gutem Haus“ und „Großstadtrevier“. Doch wie er fühlten sich viele, mit denen die Flensburgerin erfolgreich gearbeitet hatte, ihr auch persönlich verbunden. Gleim erinnerte daran, wie sie als unerschütterliche Badenixe selbst in derart kaltes Ostseewasser gestiegen sei, dass „ich schon durchs Telefon gefroren habe“.

Jede Menge Anekdoten wurden wachgerufen, Erinnerungen daran, wie man mit Renate Delfs Johannisbeerschnaps getrunken hatte und wie gut ihr stets das Quittengelee gelungen sei.

Letzter ergreifender Moment: Rasmus Hoffmeister sang zum Abschluss ein von Andreas Fahnert zum 80. Geburtstag für Renate Delfs komponiertes Lied. Im Refrain heißt es:

„Im Buch und auf der Bühne, auf Platte – im TV,
Renate, heute sag ich’s dir,
du bist ne tolle Frau,
ob nieder- oder hochdeutsch,
ob platt oder petuh,
wenn Flensburg was zu bieten hat, dann bist das wirklich du!


>Noch bis 22. Juni kann man sich im Rathaus-Foyer in das Kondolenzbuch eintragen.

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