Beschlossen: Aus für die Osbekschule

Zu den Sommeferien ist Schluss:   Schüler und Lehrer der Osbekschule müssen sich neu orientieren. Fotos: Marcus Dewanger
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Zu den Sommeferien ist Schluss: Schüler und Lehrer der Osbekschule müssen sich neu orientieren. Fotos: Marcus Dewanger

Das wars: Die Osbek- Schule wird im Sommer geschlossen. Die Idee der SPD, die Käte- Lassen-Schule in das frei werdende Gebäude zu verlagern, wurde hingegen verworfen.

shz.de von
02. Mai 2009, 05:59 Uhr

Flensburg | Tränen flossen zwar nicht, aber es fiel allen schwer, durch Heben des Armes das Schicksal einer Schule zu besiegeln. "Es ist schwer, eine Schule mit einer so langen Tradition zu schließen", sagte Swetlana Krätzschmar (CDU). Doch am Ende mussten die Vertreter aller Parteien im Bildungsausschuss einsehen, dass sie keine Wahl hatten. Nachdem für das kommende Schuljahr nur elf Fünftklässler angemeldet wurden, hat die Regionalschule am Klosterholzweg keine Überlebenschance mehr.

Hierüber gab es Einigkeit im Ausschuss. Gestritten wurde hingegen über die Frage, was mit dem frei werdenden Gebäude geschehen soll und wo die verbleibenden Schüler des Osbekschule künftig unterrichtet werden. Im Beschluss heißt es zwar unter Punkt 2, die Klassen "sollen möglichst im Klassenverband auf die umliegenden Schulen verteilt werden." Das hieße für die Grundschulklassen ein Umzug an die Friedheim- oder die Fruerlund-Schule und für die Hauptschulklassen ein Wechsel an die Fruerlund-Schule. Für die beiden heutigen 5. Klassen der Regionalschule komme aus Sicht der Stadt ein Wechsel an die Löhmannschule - ebenfalls Regionalschule - in Frage. Problem: Die Löhmannschule ist eine gebundene Ganztagsschule. Dies müssten die Eltern der von der Osbekschule wechselnden Klassen akzeptieren.

Grundsätzlich gelte jedoch auch beim Wechsel der Elternwille. Das hieße, am Ende können die Eltern für ihr Kind entscheiden, an welcher Schule es weiter unterrichtet wird.

Für Unruhe bei Eltern und Lehrern hatte die SPD mit ihrer Initiative gesorgt, eine Verlagerung der Käte-Lassen-Schule in das frei werdende Gebäude der Osbekschule zu prüfen (wir berichteten). Dafür mussten die SPD-Vertreter im Bildungsausschuss Prügel der anderen Parteien einstecken. Sie habe es für einen verspäteten Aprilscherz gehalten, sagte Ellen Kittel-Wegner (Grüne). Swetlana Krätzschmar kritisierte das "Spielchen auf Kosten der Eltern und Schüler" und fragte SPD-Vertreter Jochen Haut, wie er das als Pädagoge vorschlagen könne. Man habe die Eltern der Käte-Lassen-Schule "total verunsichert", sagte auch Zweiter Bürgermeister Barckmann. Schulleiter Peter Sellmer berichtete, dass die Osbekschule in keinster Weise räumlich für die Käte-Lassen-Schule geeignet sei - und zudem in einem baulich schlechteren Zustand sei. Da die Sache klar: Der SPD-Vorschlag wurde mit 9 gegen 2 Stimmen abgelehnt.

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