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Steinbergkirche : Bescherung für 51 Flüchtlingskinder

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Mitglieder der Kirchengemeinde Quern-Neukirchen haben mehrere Hundert bunte Schuhkartons für einen guten Zweck gepackt.

Steinbergkirche | Genau 51 „Schuhkartons voller Freude“ hatten Mitglieder der evangelischen Kirchengemeinde Quern-Neukirchen und andere private Spender für einen guten Zweck gepackt. Jetzt kamen die jungen Empfänger, allesamt Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak, im Querner Gemeindehaus zusammen – ein bisschen aufgeregt, aber mit leuchtenden Augen. Organisator Dr. Christoph Haverland, ehemaliger Landarzt in Brunsholm, und sein Team hatten sich die Mühe gemacht, die Namen der Jungen und Mädchen samt ihren Adressen mit Wohnungen in Sterup, Steinbergkirche, Gelting, Hasselberg und Sörup – also in der Nieharde – auf die bunten Päckchen zu kleben. Von der Bühne aus wurden die Kinder nacheinander aufgerufen, und dabei zeigte sich, dass es nicht so einfach war, die Geschenke unter das fröhliche „Volk“ zu bringen, das nach mehreren Altersgruppen, vom Baby bis zum Steruper Gemeinschaftsschüler, aufgeteilt war. Manche der Kleinen meldeten sich sogar – etwas gegen die Regel – gleich mehrfach zum Empfang. Aber damit kamen sie bei der wachsamen Verteilerin Annegret Wittkuhn nicht durch. Da einige Kinder aus Krankheitsgründen zu Hause bleiben mussten, nahmen an deren Stelle die Mütter und Väter die Weihnachtsgaben entgegen. Weihnachtslieder mit Klavierbegleitung sangen Gastgeber und Gäste. Etliche Mütter hielten im Gemeindehaus während einer Kaffeetafel ihre Säuglinge im Arm. Ihr Geburtsort: nicht Aleppo oder Kundus, sondern Flensburg.

Diese Initiative der guten Taten zugunsten der aus ihrer Heimat vor Not und Gewalt geflohenen Menschen geht auf Sandra Limke, einem Mitglied der Kirchenvorstands Quern-Neukirchen, zurück. Aus kleinen Anfängen hat sich mittlerweile eine beachtliche humanitäre Aktion entwickelt. Insgesamt 370 Schuhkartons „voller Freude“ – mit Spielzeug, Schulsachen, Hygieneartikeln und anderen nützlichen Siebensachen ausgestattet – kamen in diesem Jahr zusammen.

Christoph Haverland unterstrich: „Weingummi oder Bonbons mit Gelantine sind in den Kartons tabu, denn wir nehmen Rüchsicht auf religiöse Verbote, die der Islam vorschreibt.“

Nicht genug damit: Von diesem Bestand geht seit fünf Jahren auch ein stattliches Kontingent nach Rumänien, denn auch dort herrscht bittere Armut. Partnerorganisation ist das Theotokos Centre in Clui Napoca, das in einem Hilfsprojekt minderjährige Mütter und deren Kinder unterstützt. Diese Aktion haben laut Haverland die jungen Beschenkten als „einen Lichtblick im tristen Alltag“ bezeichnet.

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erstellt am 07.Dez.2016 | 14:30 Uhr

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