Flensburg : Beluga-Wal in der Förde gesichtet

Seltener Gast: Ein Beluga vor Sonwik. Foto: Siegner
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Seltener Gast: Ein Beluga vor Sonwik. Foto: Siegner

Seltener Besuch in der Flensburger Förde: Ein Beluga-Wal kreuzte vor Sonwik den Weg der Wasserschutzpolizei. "Plötzlich tauchte er vor uns auf und blies eine Fontäne in die Luft".

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17. September 2012, 09:39 Uhr

Flensburg | Sie trauten ihren Augen kaum: Mitarbeiter der Wasserschutzpolizei haben auf Höhe der Marina Sonwik einen Beluga-Wal gesichtet. "Plötzlich tauchte er vor uns auf und blies eine Fontäne in die Luft", schildert Wasserschutzpolizist Günter Herrmann den Vorfall vom Donnerstagabend.
Die Beamten waren im Rahmen der Segelausbildung auf der Innenförde unterwegs, als sie das etwa 4,50 Meter lange Tier entdeckten. Zuerst dachte man an einen hier häufig anzutreffenden Schweinswal. "Doch dieser Wal hatte keine Rückenfinne und war auffallend weiß", berichtet Günter Herrmann.
Am Freitag schwamm der Wal wieder kurz vor dem Marinehafen
Nach Rücksprache mit Experten aus Dänemark kam man zu dem Urteil, dass es sich um einen Beluga gehandelt hat. Diese halten sich eigentlich in arktischen und subarktischen Gewässern rund um den Nordpol auf und sind in unseren Gefilden extrem selten. Statt einer Finne (Rückenflosse) haben Belugas nur eine kleine Erhebung auf dem Rücken. Aufgrund ihrer Farbe werden Belugas auch Weißwale genannt, die Haut der Jungtiere ist allerdings noch grau.
Obermeisterin Stefanie Siegner von der Kieler Wasserschutzpolizei, die auch an Bord war, schoss ein Foto des Sensationsobjekts, das sie dem Flensburger Tageblatt zur Verfügung stellte. "Leider hatte ich nur meine kleine Digitalkamera und nicht die gute Spiegelreflex dabei", bedauert sie. Freitagvormittag trafen die Beamten während ihrer Ausbildungsfahrt erneut auf den Beluga, wieder zog er kurz vor dem Marinehafen seine Kreise.

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