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Flensburger Stadtteilforen : Beliebtes Quartier mit Hafen-Flair

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Teil 3 der Stadtteil-Serie widmet sich Jürgensby. Die Probleme haben zum Teil mit der Enge der Altstadt-Straßen zu tun.

shz.de von
erstellt am 29.Dez.2015 | 18:42 Uhr

Flensburg | Seit einem Jahr ist in Flensburg geregelt, wie und wann die Stadtteilforen als politische Vertretungen eingebunden werden müssen. Grund genug für das Tageblatt, eine erste Bilanz zu ziehen und zu fragen, wo im Stadtteil der Schuh drückt. Ergänzt wird der Überblick durch die Daten des Sozialatlas’ 2015. Dabei muss man wissen, dass nicht jeder Stadtteil ein Forum hat: Manche wie Jürgensby haben gleich mehrere wie die IG Östliche Altstadt, die heute zu Wort kommt, und das Forum Jürgensby-Sandberg, das in unserer Reihe zum Stadtteil Sandberg erscheint.

 

Der im Südosten der Innenstadt liegende Stadtteil Jürgensby weist eine leicht sinkende Einwohnerzahl auf. Der Anteil der Kinder und Jugendlichen an der Bevölkerung ist hier vergleichsweise gering, dafür leben hier viele Menschen zwischen 18 und 30, was auf die Hochschulen zurückzuführen ist. Zudem gibt es hier relativ wenige Menschen mit einem Migrationshintergrund. Typisch für Jürgensby ist das Gängeviertel, das fast bis an den Hafen reicht, das Quartier erstreckt sich weit in den Osten der Stadt hinein.

 

Auf welchem Feld ist Ihr Stadtteil vorangekommen?

Wir hatten Erfolg bei der Beleuchtung der St.-Jürgen-Straße. Die alten Leuchten, die im Kapitänsviertel seit Jahrzehnten maritimes Flair andeuten, bleiben mit neuem, energetisch verbessertem Innenleben erhalten. Zudem ist das Pflegekonzept für den Margarethenpark verabschiedet worden und finanziell abgesichert. So kann der Baumbestand über die Jahre angemessen gepflegt werden, und Sichtachsen ermöglichen Aus- und Aufblicke.

Die Zusammenarbeit mit dem Klimapakt gestaltet sich positiv. Beim offenen Treffen des Vereins wurden wir über das Car-Sharing informiert und überlegten, wo es neue Stellplätze geben könnte. Mit den (noch unregelmäßigen) „Offenen Treffen“ in der Kneipe „Tableau“ hat sich der Verein geöffnet. Ein Höhepunkt war sicher die Feier des 30-jährigen Bestehens des Vereins im September auf dem Margarethenplatz.

Was ist dagegen das größte Thema, das 2015 im Stadtteil liegengeblieben ist?

Die Neuplanung und Gestaltung des Nahversorgungszentrums am Hafermarkt.

 

Welches weitere Thema wollen Sie 2016 anpacken?

Es soll im April eine Planungswerkstatt zu Bahndamm, Hafenspitze und Hafen-Ost geben. Auch die Beleuchtung im Gängeviertel ist Thema. Am Projekt Lautrupsbachmühlrad soll weiter gearbeitet werden.

Welches ist Ihre erste Frage an den/die künftige/n OB?

Wie kann die Parkplatzsuche vor allem im Johannisviertel sinnvoll eingeschränkt werden? Besonders an großen Feiertagen und bei Events ist das Rein- und Rauskommen für die Anwohner unerträglich, da im ganzen Viertel gesucht und vielfach falsch geparkt wird.
Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?

Die Sanierung des Straßenpflasters in der Johannisstraße (eine Zumutung für Kinderwagen-, Rollator- und „Hackenporsche“-Benutzer, Rollstuhlfahrer und Radfahrer). Bei den Sammelcontainern für Papier und besonders Leichtverpackungen gibt es immer wieder Ärger mit Falschbefüllungen. TBZ und Veolia müssen zu einer guten Lösung für die Anwohner kommen. Eine Art Stadtteil-Treffpunkt für Anwohner und Flüchtlinge wäre hilfreich.

Stadtteilserie Teil 2: Weiche

Stadtteilserie Teil 1: Fruerlund

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