Eggebek : Beim Abschied flossen Tränen

Die Schüler aus Eggebek und Polen bei der Verabschiedung auf dem Pfadfinderhof Tüdal.
Die Schüler aus Eggebek und Polen bei der Verabschiedung auf dem Pfadfinderhof Tüdal.

Schüler aus dem polnischen Biala Piska waren im Amt Eggebek zu Gast.

shz.de von
14. Juni 2018, 13:34 Uhr

Als Polen am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beitrat, begann auch das Amt Eggebek eine Partnerschaft mit einer polnischen Gemeinde. In einer feierlichen Zeremonie unterzeichnete das Amt mit der 12 000-Einwohner-Stadt Biala Piska einen Partnerschaftsvertrag. Initiator dieses europäischen Austauschs war der ehemalige Kreispräsident Johannes Petersen. Als Schwerpunkt sind in den Urkunden Schüler- und Jugendbegegnungen festgehalten. In den vergangenen Jahren hat es einen regelmäßigen Austausch gegeben. So besuchten im Herbst vergangenen Jahres Schüler der 8. Klassen der Eichenbachschule Eggebek das Gymnasium in Biala Piska, kürzlich weilten die Schüler aus Masuren in Eggebek zu einem Gegenbesuch. Die jungen Leute sehen sich in einem Schuljahr somit zweimal und lernen auch das jeweils andere Land kennen.

Die beiden Eggebeker Lehrerinnen Esther Naber und Annelene Bachran hatten für die Besuchswoche gemeinsam mit den Schülern ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt, bei dem aber auch Raum für Kontakte zwischen den Schülern war. Höhepunkte dabei war die Kanutour auf der Treene. Nachdem einige Boote kenterten, mussten die Schüler die Strecke zurückschwimmen. Auch der Besuch des Westküstentierparks mit anschließendem Baden in der Nordsee war ein besonderes Erlebnis für die polnischen Schüler. Bei einem Besuch in Flensburg standen die Phänomenta und Shoppen auf dem Programm, wobei sich die Jungen mehr für die Experimente interessierten.

Beim Disco-Abend auf dem Pfadfinderhof Tüdal, wo die Schüler aus Masuren auch untergebracht waren, wurden gemeinsam getanzt und Lieder gesungen. Verständigungsprobleme wurden durch Zeichensprache und Übersetzungsprogramme auf dem Smartphone unkompliziert gelöst

Wie gut die Schüler sich untereinander verstanden und austauschten, wurde bei der Verabschiedung deutlich, als nach vielen Umarmungen auch einige Tränen flossen.

Esther Naber und Annelene Bachran erzählten, dass die Schüler nach dem Besuch im vergangenen Herbst in Polen über die sozialen Netzwerke den Kontakt hielten. Diese wurden im Vorfeld des aktuellen Besuches wieder intensiver gepflegt. Insofern sei das zweimalige Treffen in einem Schuljahr sehr nützlich. „Es ist für unsere Schüler ein großer Gewinn, dass sie über die Schule solche Kontakte zu Gleichaltrigen in Europa knüpfen können und andere Länder und Gesellschaften kennenlernen können“, freuten sich die beiden Lehrerinnen, auch im Hinblick auf die Fortsetzung des Besuchsprogramms. Anfang September werden wieder Schüler der neuen 8. Klassen nach Biala Piska fahren und neue Kontakte knüpfen.



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