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Steinbergkirche : Bei jedem Wetter am Strand schlafen

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Am Strand von Pottloch wird ein Strandkorb zur Übernachtung aufgestellt. Gastgebern mit wenigen Betten verzeichneten deutliche Steigerung der Übernachtungszahlen.

Steinbergkirche | Nur für kurze Zeit gab es in den Reihen der Mitglieder des Touristik-Ausschusses des Amtes Geltinger Bucht ein Rätselraten über zwei sich scheinbar widersprechende Statistiken: Max Triphaus, Geschäftsführer der Tourismusorganisation Ostseeford Schlei GmbH, hatte in der jüngsten Ausschuss-Sitzung dargelegt, dass im Feriengebiet Geltinger Bucht im vergangenen Jahr ein leichter Rückgang der Übernachtungszahlen zu verzeichnen war. Demgegenüber sprach Vorsitzender Heiner Nissen vom Verein „Ferienland Ostsee“ von einem überraschenden Zuwachs von 46 Prozent der Übernachtungen. Die Online-Buchungen seien sogar um 112 Prozent gestiegen. Was stimmte nun wirklich? Der Niebyer Bürgermeister Volker Lippert fand sofort die Erklärung: Beide Statistiken sind korrekt. Die Ostseefjord- Schlei-Gesellschaft erfasst nämlich nur alle Beherbergungsbetriebe, die über zehn Fremdenbetten verfügen. Doch in der Angelner Küstenregion sind die Anbieter von unter zehn Betten eindeutig in der Überzahl.

Triphaus und Nissen sehen mit Optimismus in die neue Urlaubssaison. Die Nachhaltigkeit des Tourismus soll dabei im Fokus stehen. Mithilfe lockender Bildern und umfassender Hinweise auf Veranstaltungen aller Art wollen die Touristiker via Internet vor allem bei ihren Gästen die Lust am Urlaub an der Angelner Küste wecken. Dazu beitragen soll ein Schlafstrandkorb am Pottlocher Strand in der Gemeinde Kronsgaard, der in dieser Saison vom Touristikverein aufgestellt wird. Diese Erfindung ermöglicht den Benutzern, aus einer ungewohnten Perspektive das Meer und die Elemente zu erleben. Der Strandkorb ist so konstruiert, dass zwei Erwachsene darin liegen können. Mit einer wetterfesten, mit Fenstern versehenen Persenning lässt er sich schließen, so dass die Gäste vor Wind und Regen geschützt bleiben. „Wir sind gespannt, ob diese Neuanschaffung angenommen wird“, sagte Heiner Nissen.

Aber auch der Touristikausschuss des Amtes will sich um die Weiterentwicklung der Angebote bemühen. Unter Vorsitz des Hasselberger Bürgermeisters Hans-Heinrich Franke beschlossen die Mitglieder einmütig die Herstellung eines Strandstegs für Rollstuhlfahrer in Höhe der Wasserrettungsstation Hasselberg. Kostenschätzung: rund 1300 Euro. An diesem Abschnitt befindet sich bereits seit fünf Jahren ein separater Parkplatz für Gehandicapte. Vier Strandkörbe sollen für sie am neuen Steg reserviert werden.

Ja sagte der Ausschuss außerdem zur Erschließung des Naturschutzgebietes Geltinger Birk für den Radtourismus und bewilligte dafür in diesem Jahr 4500 Euro. Eine finanzielle Einigung erzielte der Ausschuss mit der Gemeinde Hasselberg über die Kosten für die dringende Dachsanierung eines alten Feuerwehrhauses, in dem die vom Amt getragene DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg etliche Geräte lagert. Der Amt zahlt nun mehrere Jahre lang 80 Euro pro Monat Pacht, braucht sich aber an den Sanierungskosten nicht zu beteiligen.

Was die Pflege der sogenannten Radverkehrsschilder in der Regie des Kreises Schleswig-Flensburg betrifft, so wird nun das Amt per Beschluss den vollen Anteil von knapp 1800 Euro pro Jahr übernehmen. Bislang hatte das Amt seit 2013 rund 500 Euro weniger bewilligt.

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