Erotik-Händler : Beate Uhse verhandelt über Stellenabbau

Hat bald weniger Personal: Die Firmen-Zentrale an der Gutenbergstraße. Foto: Dommasch
Hat bald weniger Personal: Die Firmen-Zentrale an der Gutenbergstraße. Foto: Dommasch

Die Belegschaft bei Beate Uhse soll weiter schrumpfen. Bei der Online-Tochter Beate Uhse new media GmbH sind betriebsbedingte Kündigungen geplant.

shz.de von
09. Februar 2013, 10:28 Uhr

Flensburg | In Flensburg drohen neue Entlassungen. Wie am Donnerstag die Beate Uhse AG auf Anfrage des Flensburger Tageblatts bestätigte, verhandele die Geschäftsführung mit dem Betriebsrat über einen Personalabbau bei der Beate Uhse new media GmbH, einer 100-prozentigen Tochter des Konzerns, in der die Online-Aktivitäten (Multimedia-, Internet und E-Commerce) gebündelt werden. Diese nehmen einen kontinuierlich wachsenden Anteil am Gesamtgeschäft ein. Per Sechsmonatsbericht 2012 lag der Onlineumsatz bei 57,4 Prozent.
Doreen Schink, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Beate Uhse, erläuterte, es handele sich um betriebsbedingte Kündigungen, die geplant seien, nicht um eine Verlagerung von Arbeitsplätzen, etwa in andere Konzernländer wie beispielsweise die Niederlande. "Es geht um eine Mitarbeiteranpassung", sagte sie, "um einen ganz normalen unternehmerischen Prozess", der von der wirtschaftlichen Entwicklung der einzelnen Betriebssparten abhängig sei.
Die Unternehmenssprecherin wollte sich aufgrund der laufenden Verhandlungen nicht detaillierter äußern. Auch zu der Anzahl der an der Gutenbergstraße beschäftigten Mitarbeiter gab es keine Angaben. "Mitarbeiterzahlen nach Standort veröffentlichen wir nicht, ebenso wenig die Entwicklung der Mitarbeiter je Standort", hieß es aus der Konzernzentrale. Auch der Betriebsrat hüllte sich in Anbetracht der gegenwärtigen Vorgänge in Schweigen. Nach sh:z-Informationen arbeiten etwa 150 Mitarbeiter des Erotik-Unternehmens in Flensburg, knapp die Hälfte davon bei Beate Uhse new media.

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