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Hafenspitze in Flensburg : Beach-Club: Die Würfel sind gefallen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Saison 2015: Zuschlag für Förde Show Concept (FSC) / Langfristige Vergabe erst ab 2017 möglich

shz.de von
erstellt am 20.Mär.2015 | 12:02 Uhr

And the winner is .  .  . Förde Show Concept! Die mit Spannung erwartete Entscheidung über die diesjährige Vergabe des Beach-Clubs fiel am späten Mittwoch in nicht öffentlicher Sitzung des Verwaltungsrates des Technischen Betriebszentrums (TBZ). „Es war ein eindeutiger Beschluss“, sagte dessen Vorsitzender Arne Rüstemeier. „Und wir sind dankbar, dass wir das jetzt vom Tisch haben.“

Rüstemeier spielt damit auf die Vorgänge im Vorfeld der Entscheidung an. Zunächst war die Förde Betriebs GmbH auserkoren worden, die Geschicke des Beach-Clubs zu lenken. Geschäftsführer Rolf Sommer hatte bereits im letzten Jahr den Betrieb geführt. „Er hatte alle geforderten Kriterien erfüllt“, befindet Arne Rüstemeier. Doch als sich im Tageblatt ehemalige Angestellte über ausstehende Löhne beschwerten und bekannt wurde, dass in diesem Zusammenhang ein Verfahren vor dem Arbeitsgericht anhängig ist, legte sich ein erster Schatten über den Kandidaten. Gleichwohl habe sich, stellt Rüstemeier klar, der Verwaltungsrat „von Gerüchten und unbelegt erscheinenden Vorwürfen“ nicht beeinflussen lassen. Heißt, zu diesem Zeitpunkt, wäre Sommer noch nicht ausgebootet worden. Doch als er schließlich Insolvenz anmelden musste, war das Fass übergelaufen. „Das bedeutete für uns die Verpflichtung“, betont der Vorsitzende, „ das Ganze nun in vernünftige Bahnen zu lenken.“

Auch TBZ-Sprecher Ralf Leese zeigte sich erleichtert über den Ausgang der leidigen Angelegenheit. „Die Irritationen der Vergangenheit waren in der Sitzung kein Thema mehr.“ Offenbar hat sich das Gremium nicht noch einmal mit dem eingereichten FSC-Konzept auseinander gesetzt. Es war schlicht dem Vorschlag einer aus Vertretern von Politik, Verwaltung und TBZ bestehenden Arbeitsgruppe gefolgt, die Förde Show Concept in ihrem Ranking auf Platz 2 gesetzt hatte. „Das Angebot ist qualitativ hochwertig“, befindet Arne Rüstemeier, „und wir gehen davon aus, dass es es ähnlich ausfällt wie 2014. Der Vorgänger hat den Beach-Club zumindest nach außen hin gut präsentiert.“

FSC-Geschäftsführer Peter Thomsen wurde gestern Vormittag über die Lage informiert. „Ich habe das erst mit Abstand realisiert und mir daraufhin noch einmal unsere Präsentation durchgesehen.“ Es fehlt jetzt allein die gaststättenrechtliche Konzession durch die Ordnungsbehörde – Ralf Leese geht davon aus, „dass dort keine Hürden zu erwarten sind“.

Thomsen kündigte an, gegenüber dem Vorjahr keine großen Änderungen vornehmen zu wollen. Auch er würdigt die Arbeit Sommers und seiner Crew. „Die haben das doch richtig gut gemacht.“ Er selbst verweist auf gastronomische Erfahrungen früher im „Rieve“, in der Fördehalle und der Sportgaststätte in der Wikinghalle. Heute bewirtet er das Deutsche Haus, die Campushalle, diverse Veranstaltungen und Festivals und sogar das Stadion am Millerntor mit durchschnittlich 25  000 Zuschauern. Es gibt schlechtere Referenzen.

 

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