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Langballig : Bauen ja – aber für Jung oder für Alt?

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Langballig muss sich entscheiden, ob in dem neuen Baugebiet „Lücke“ Einfamilienhäuser oder Wohnraum für ältere Menschen entstehen soll.

Bereits zum dritten Mal in diesem Jahr hatte der CDU-Ortsverband Langballig zum „Dorfgespräch“ eingeladen. Vorsitzender Kurt Brodersen erläuterte, dass mit dieser Veranstaltung interessierten Bürgern ein Diskussionsforum geboten werde, dessen Ergebnisse in den örtlichen Gremien und in der Gemeindevertretung behandelt werden sollen. Nach den Themen „Hafen und Strand“ sowie „Kultur“ ging es diesmal um die „Dorfentwicklung“.

Zunächst stellte Kristina Hofmann, Leiterin des Sachgebietes Regionalentwicklung in der Schleswiger Kreisverwaltung, das Projekt „Langfristige Sicherung von Versorgung und Mobilität in ländlichen Räumen“ vor. Vom Bund mit 350  000 Euro gefördert, sollen neue Formen der Zusammenarbeit entwickelt werden, um die Lebensqualität aller Bürger zu erhalten und zu verbessern. Die Bürger können sich online beteiligen. „Mit unserer Online-Umfrage sollen die Bedürfnisse der Bürger hinsichtlich Versorgung, Mobilität und guter Erreichbarkeit der wichtigsten Versorgungseinrichtungen festgestellt werden“, erklärte Hofmann. Sie lud ausdrücklich zur Teilnahme an der Umfrage im Internet auf www.gemeinsam-gut-versorgt.de ein.

Michael Eichhorn, Vorsteher des Breitbandzweckverbands Angeln, berichtete über den Stand beim Ausbau des Glasfasernetzes in den Ämtern Geltinger Bucht, Hürup und Langballig. Außerdem beantwortete er Fragen zu Preisgestaltung und Vertragslaufzeit. Danach stellte Boyke Elsner von der Ingenieurgesellschaft Nord den Planungsstand zum Baugebiet „Lücke“ vor und beschrieb den Ablauf eines Bauleitverfahrens.

Kurt Brodersen unterstrich die Bedeutung dieses Baugebiets. „Auf der Warteliste stehen schon über 50 Bauwillige.“ Langballig sei aufgrund seiner überörtlichen Versorgungsfunktion beliebt und der Trend zum Einfamilienhaus in Stadtnähe ungebrochen. Gerade für bauwillige junge Familien sei Langballig ein attraktiver Standort mit Kindergarten und Schule sowie allen Einrichtungen der Grundversorgung. Dem widersprach SPD-Gemeindevertreter Christian Schümann. Angesichts der demografischen Entwicklung werde mehr kleinteiliger und altersgerechter Wohnraum benötigt.

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