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Gemeinde will wachsen : Bauboom in Großenwiehe

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Ein Areal wird erschlossen, ein zweites kann bald bebaut werden und weitere Interessenten stehen bereits Schlange. Zu neuen Windrädern sagt die Gemeinde laut und deutlich Nein.

Lindewitt | Die Nachfrage nach Baugrundstücken in Großenwiehe ist ungebrochen. Die Fahrbahn im Baugebiet „Maiacker“ erhält nun als Abschluss der Erschließung die Verschleißdecke. Das jüngste Baugebiet „Am alten Bahnhof“ wird gerade zügiger als geplant erschlossen, und schon gibt es wieder eine Liste mit mehr 20 Interessenten, die in Großenwiehe bauen möchten. Ihnen soll mittelfristig geholfen werden: Die Gemeindevertretung fasste den Aufstellungsbeschluss für ein weiteres Wohnbaugebiet. Es wird im Winkel zwischen der „Wanderuper Straße“ und „Achter de Möhl“ liegen und auf einer Fläche von ungefähr vier Hektar voraussichtlich 2018 die Errichtung von rund 40 Wohneinheiten ermöglichen. Es wurde ein Arbeitskreis gebildet, der zügig ein Planungsbüro auswählen soll. Fest steht schon jetzt, dass der Bereich zur Wanderuper Straße durch einen Lärmschutzwall abgeschirmt wird.

Der Landesentwicklungsplan sieht bisher vor, auf dem Gemeindegebiet einige weitere Eignungsflächen auszuweisen. In einer Stellungnahme bringt die Gemeinde Großenwiehe ihre Auffassung noch einmal deutlich zum Ausdruck: Die große Anzahl der bestehenden Windkraftanlagen wirke „erdrückend“ auf die Anwohner. Da die zukünftigen Windkraftanlagen immer höher werden, werden 800 Meter Abstand der Windkraftanlagen zu Wohngebäuden im Außenbereich der Gemeinde und 1000 Meter zu Wohngebäuden im Innenbereich gefordert. Durch die große Anzahl der Windkraftanlagen im Bereich des Gemeindegebietes Großenwiehe und der angrenzenden Nachbargemeinden gebe es bereits heute erhebliche Belastungen durch Lärm. Außerdem sei die Umzingelungswirkung bereits heute für die Einwohner sehr belastend. Weitere Windenergieeignungsgebiete würden diesen Effekt noch stärker ausprägen. Deshalb lehne die Gemeinde weitere Windvorranggebiete ab.

Bei der Zustimmung zur Neufassung des Fahrbüchereivertrages wurde nun das geregelt, was seit Jahren ohne Vertrag praktiziert wird: Der Büchereiverein trägt 35 Prozent der Kosten, 65 Prozent die teilnehmenden Gemeinden auf der Basis ihrer Einwohnerzahlen. Großenwiehe verzeichnet 5800 Ausleihen im Jahr.

Für den neuen Spielplatz im „Maiacker“ wurde die Anschaffung einer Spiellandschaft mit Rutsche, einer Nestschaukel und einer Wippe für 14  280 Euro beschlossen. „Wir wollen uns zukünftig in diesem Bereich gern generationengemischt ausrichten“, erläutert Harald Dethlefs, der als bürgerliches Mitglied die Spielplatzgestaltung in der Gemeinde betreut. Daher wurde beschlossen, zusätzlich für 6000 Euro Geräte für Erwachsene aufzustellen. Für 8685 Euro werden in den Straßen „Grönsiek“ und „Moorweg“ Wurzelschäden beseitigt. Der Stichweg „Almo“ vor Nordwiehe wird zurückgebaut und in Grant gelegt, da er wegen zu geringer Breite den heutigen landwirtschaftlichen Maschinen nicht mehr gewachsen ist und eine Neubeschichtung deshalb nicht sinnvoll erscheint. Der Flurbereich und das Büro der Leiterin des Kindergartens an der Schule erhalten einen neuen Fußbodenbelag. Der Auftrag über 10  141 Euro beinhaltet noch einige weitere Malerarbeiten.

Mit Leif Christensen, Kommunale Wählergemeinschaft Großenwiehe, verpflichtete Bürgermeisterin Gudrun Carstensen einen Nachrücker für den ausgeschiedenen Walter Christensen.

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