Baubeginn im Februar : Bau der Kita Hochfeld kann beginnen

Ein Herz für Kinder: Svenja Mix wird die Leitung der betrieblichen Kindertagesstätte zwischen Tarup und Campus übernehmen. Foto: staudt
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Ein Herz für Kinder: Svenja Mix wird die Leitung der betrieblichen Kindertagesstätte zwischen Tarup und Campus übernehmen. Foto: staudt

Kaufvertrag des Gemeinschaftsvorhabens von Adelby 1, Arbeitgebern und Fachhochschule steht / Baubeginn im Februar / Betrieb beginnt Ende 2013

shz.de von
30. November 2012, 07:48 Uhr

Flensburg | Die Vorfreude wird ein Jahr währen. Glücklich ist Brigitte Handler jetzt schon. Denn am Mittwoch hat sie endlich den Kaufvertrag für die betriebliche Kinderbetreuung "Kita Hochfeld" bekommen. Baubeginn, so hofft die Geschäftsführerin von Adelby 1, soll im Februar sein. Den Betrieb soll die besondere Kindertagesstätte in einem Jahr aufnehmen. Stadt und Land haben eine Fördersumme über 684 000 Euro bewilligt. Flensburg ist mit 114 000 Euro und Schleswig-Holstein mit 570 000 Euro beteiligt. Der Bau stelle eine Investition in der Gesamthöhe von 2 388 000 Euro dar.
Seit 2010 arbeiten Adelby 1, Arbeitgeber und die Fachhochschule in Sachen Kinderbetreuung an einer Lösung für ein Problem, das Fabian Geyer als riesig bezeichnet. Das kann er aus seiner Erfahrung als Geschäftsführer des Arbeitgeberverbandes Flensburg - Schleswig - Eckernförde nur zu gut beurteilen. Er weiß, "welchen Bedarf die Firmen haben".

Architekt Axel Waltje trägt zur Verkündigung der guten Nachrichten in der Walzenmühle Grundrisse und Gebäudeansichten bei. Waltje verortet das Baugebiet für die Kita Hochfeld südlich von Sünderup an der Hochfelder Landstraße und nahe der Universität. Links vom teilweise zweigeschossigen Gebäude mit südlicher, also sonniger Ausrichtung sei ein Wendehammer geplant. Nicht allzu wuchtige Putzbügel säumen die Fassade, die sich der Architekt komplett aus Glas beziehungsweise farbigen Fenstern wünscht. Die Verwaltung von Adelby 1 zieht von der Schiffbrücke in die zweite Etage der Kita Hochfeld und bekommt nicht nur Büros, sondern auch eine Dachterrasse zum Versammlungsraum. Neben Gruppen-, Krippen-, Schlaf-, Wasch- und Förderräumen werde es auch einen Bewegungsraum mit viel Platz bis zur Decke geben. Dort werde beispielsweise Aikido angeboten, kündigt Brigitte Handler an. In der großzügigen Küche sieht die Adelby-1-Chefin schon Gruppen gemütlich zu Abend essen, "wie man das zu Hause hat". Das Fine-Tuning des Konzepts folge nun - einschließlich der Ausschau nach Ideen in anderen Ländern.
Das Konzept soll über Bekanntes hinausgehen. "Unternehmen können ein Kontingent an Betreuungsstunden kaufen und aufbrauchen." Handler will Eltern den Druck nehmen, träumt von der Rundum-Betreuung, auch an Wochenenden, wenn dies nachgefragt werde. Dass Wichtigste an der Kita aus ihrer Sicht ist, dass sie solange geöffnet sei, "bis die Eltern ihre Kinder abgeholt haben". Das bedeute gleichwohl nicht, dass die Kleinen zehn Stunden in der Kita bleiben sollen, sondern nur, während Mutter und Vater arbeiten. "Wir wollen ja, dass die Kinder bei ihren Eltern sind."

Die ersten 17 hätten bereits Interesse an einem Betreuungsplatz angemeldet. 30 Plätze für Kinder, die jünger als drei Jahre sind, und 20 für Kinder, die älter als drei Jahre alt sind, werden geschaffen. Fabian Geyer ermuntert insbesondere öffentliche Arbeitgeber wie die Hochschulen oder die Bundeswehr, einzusteigen.

16 Arbeitsplätze entstehen. Einen davon übernimmt Svenja Mix. Die 32-Jährige aus Lübeck, die seit sechs Jahren in Flensburg ist, wird die Kita Hochfeld leiten. Sie hat "Feuer gefangen" für die Idee, eben weil es ein Pionier-Projekt sei, erzählt die junge Mutter, während sie ihren fünf Monate alten Knirps Matheo im Arm hält und die dreijährige Marla herum wuselt. Mix, Soziologin und Gesundheitspädagogin, wird sich mit weiteren Fortbildungen auf ihre neue Aufgabe vorbereiten. Brigitte Handler ist bewusst, dass dem Konzept eine "extrem variable Personalstruktur" zugrunde liegt. Doch sie freut sich auf diese "schöne, klasse Herausforderung".

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