Gründer vom Campus : „Barcamp“ – so vernetzt sich Flensburgs junge Wirtschaft

Die Ideengeber im Vordergrund: Simon Hansen, Sebastian Müller, Phil-Bastian Berndt (von links), dahinter Wireg-Chef Michael Otten, Katja Carstensen und Dirk Wieland von Mac IT-Solutions und Barbara Asmussen von der Wireg.
Die Ideengeber im Vordergrund: Simon Hansen, Sebastian Müller, Phil-Bastian Berndt (von links), dahinter Wireg-Chef Michael Otten, Katja Carstensen und Dirk Wieland von Mac IT-Solutions und Barbara Asmussen von der Wireg.

Die Gründer von Sourceboat holen neues Veranstaltungsformat für Technologie und Medien in die Stadt.

Carlo Jolly. von
26. Februar 2016, 11:00 Uhr

Flensburg | Es gibt mindestens vier Dinge, die Simon Hansen (25), Sebastian Müller (28), Phil-Bastian Berndt (24) gemeinsam haben. Alle drei kommen vom Flensburger Campus. Sie haben sich beim Studium der Angewandten Informatik an der Fachhochschule kennengelernt, den Bachelor gemacht und arbeiten seit Start ihrer Firma Sourceboat im Gründerraum des Audimax.

Auf ihre Initiative holt die Wirtschaftsförderung Wireg am 15. und 16. April gemeinsam mit IT-Dienstleister Mac IT-Solutions und der Agentur Freshkonzept das erste „Barcamp“ ins Technologiezentrum. Barcamp? Solch eine „Unkonferenz“ für Technologie, Medien und Entrepreneurship gibt es in Hamburg oder Kiel längst regelmäßig. In sechs Sitzungsräumen der Wireg sowie dem offenen Empfangsbereich sollen Mitte April 150 Interessierte sich in „Sessions“ austauschen können. So ein offener Konferenztag der jungen Branchen starte typischerweise mit einem gemeinsamen Frühstück, berichtet Phil-Bastian Berndt. Bei der folgenden Sessionplanung können alle Teilnehmer Vorschläge einbringen und darüber abstimmen. Die Diskussionsworkshops von 45 Minuten werden auf dem Sessionboard festgehalten.

Um solche Frage kann es dabei gehen: Wie werde ich kreativ? Wie optimiere ich meine Bildpipeline? Berndt erzählt, dass die Themen von Grundsätzlichem bis zur Technik reichen: „Was zählt, sind die Ideen – und das Du ist an der Tagesordnung.“

Dirk Wieland (49) von Mac TI-Solutions ist dankbar für die Initiative des Technologienachwuchses. „Wir haben es bislang nicht geschafft, die Flensburger IT-Unternehmen zu vernetzen“, sagt das Vorstandsmitglied das landesweiten Netzwerks der digitalen Wirtschaft (DiWiSH) selbstkritisch. „Nur weil jemand Geschäftsführer oder Inhaber ist, ist er noch nicht kreativer als andere“, sagt der Geschäftsführer. Und im Übrigen lebe das kostenlose Vernetzungsformat der jungen Technologen von Ehrenamt und Sponsoren – von denen offenbar noch weitere willkommen sind.

Einer davon ist Wireg-Chef Michael Otten. Er hält das Projekt für einen tollen Wissenstransfer, mit der Flensburg und die Region gestärkt werden könne. Vielfach sei gar nicht bekannt, welch gute Firmen aus Flensburg kämen. Otten: „Bei der Programmierleistung ist Flensburg an sechster Stelle bundesweit.“

>barcamp-flensburg.de

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