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Sanierung : Bahnhofstreppe: Im Frühling geht’s los

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Sanierung von Flensburgs hässlicher Visitenkarte soll 36 000 Euro kosten – jetzt wird zunächst mit der Deutschen Bahn verhandelt

shz.de von
erstellt am 27.Dez.2013 | 08:05 Uhr

Zweimal acht rotweiße Absperrgitter machen aus Flensburgs einst einladender Treppe vom Bahnhof hinab Richtung Flensburger Innenstadt eine unerfreuliche Visitenkarte: Die Bahnhofstreppe geht nach fast 15 Monaten Einrüstung auch als Baustelle ins neue Jahr – und das Tempo der Sanierungsvorbereitung lässt befürchten, dass sich dies nicht kurzfristig ändern wird: „Es gibt zwischenzeitlich einen Kostenvoranschlag“, kann Barbara Hartten vom Technischen Betriebszentrum (TBZ) der Stadt lediglich berichten. Einschließlich Fundament werden demnach für die sechsstufige, rund 25 Meter breite Treppe rund 36 000 Euro Sanierungskosten veranschlagt. Seit Oktober 2012 können Bahnpendler und Touristen nur auf gut vier der 25 Meter zwischen Bahnhofshalle und Vorplatz mit Bushaltestelle auf- und absteigen.

Was die Hängepartie mit der Bahnhofstreppe zudem kompliziert und zäh macht: Die Stadt Flensburg und die für alle Bahn-Liegenschaften zuständige Bahn-Tochterfirma DB Netz AG in Frankfurt sind sich nicht einig, wer für die Treppensanierung aufkommen muss. Die Auffassung der Stadt, die eigentlich für den Unterhalt des kompletten Areals vor dem eigentlichen Bahnhofsgebäude zuständig ist: Die fachmännische Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Stufen und Fugen der Treppe geht weit über den normalen Unterhalt hinaus. Zusatzproblem: Die Verträge, die Aufschluss geben sollen, sind ebenso alt sind wie der Bahnhof selbst – von 1927/28. „Ende Februar gibt es Gespräche mit der Bahn, inwieweit Kosten übernommen werden“, so der derzeitige Stand. Angesichts der für die Deutsche Bahn AG überschaubaren Kosten gibt es offenbar Signale, die Sanierung endlich in Angriff zu nehmen.

Außerdem bestätigt Hartten, dass mittlerweile geklärt sei, dass sich die seltene Mauerraute, ein unter Naturschutz stehender Farn (wir berichteten), zwar in der zum geschützten Orginalbahnhofsensemble gehörenden Bahnhofsmauer in den Ritzen zwischen Backsteinornamenten eingenistet hat. Zwischen den Fugen der eigentlichen Bahnhofstreppe wuchert neben Geröll und Zigarettenkippen aber lediglich ganz gewöhnliches Unkraut.

Das TBZ rechnet indes mit rund drei Wochen Bauzeit: „Im April oder Mai kann es losgehen“, schätzt Barbara Hartten.

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