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Flensburger Tageblatt

17. Dezember 2017 | 01:35 Uhr

Bahn-Fragen in der Endlosschleife

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2014 | 08:18 Uhr

Alles leitet sich von der Frage ab, wo der Fernbahnhof hinkommt. Das sagte Oberbürgermeister Simon Faber zu den Mitgliedern des Planungsausschusses. Es ist also tatsächlich wieder eine Option, dass Fernzüge von und nach Aarhus und Kopenhagen, Hamburg und Berlin nur noch in Weiche halten und nicht mehr zum Bahnhof fahren. Man darf gespannt darauf sein, wie so ein Bahnhof in Weiche aussehen würde. Aber davon abgesehen: Das Kardinalproblem der Flensburger Bahnanbindung ist die lange Fahrzeit nach Hamburg. Und die wird durch einen Fernbahnhof Weiche für Flensburger Passagiere nur unwesentlich oder gar nicht kürzer, denn man muss ja auch erstmal nach Weiche kommen.

Von daher macht es Sinn, wenn ein deutscher Oberbürgermeister sich aufmacht, die zentralen Aussagen eines dänischen Gutachtens südlich der Grenze zu verbreiten. Die Dänen haben ausgerechnet, dass man die Fahrzeit von Aarhus nach Hamburg allein durch administrative Maßnahmen um eine Stunde reduzieren könnte. Auch der Verzicht auf die Schleife durch die südliche Flensburger Innenstadt würde ein paar wertvolle Minuten bringen. Auf die Begradigung der Strecke in Rendsburg werden wir dagegen sicher noch lange warten müssen.

Wie dann die Passagiere vom künftigen Fernbahnhof Weiche in die Innenstadt kommen, ist eine ganz andere Frage, die aber auch beantwortet werden muss. Schon vor mehr als zehn Jahren haben Gutachter der Deutschen Eisenbahn-Consult herausgefunden, dass eine Bahnstation am Zob „sinnvoll“ wäre. Da darf man gespannt sein, was heutige Gutachter zu dieser Frage sagen. Und wundern darf man sich, dass man nicht einfach mal denjenigen fragt, der sich mit innerstädtischem Personentransport auskennt. Der – gemeint ist Aktiv-Bus-, Hafen- und Flughafenchef Paul Hemkentokrax – kann sich ja überlegen, ob er das mit dem Bus bewerkstelligt oder ob er nicht einfach einen kleinen Triebwagen kauft. Das hätte den zusätzlichen Charme, dass er dann auch noch Flensburger Bahn-Chef wäre.

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