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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 23:32 Uhr

Baden mit geprüfter Sicherheit

vom

Internationale Anerkennung als "Lifeguarded Beach" für die Strände Hasselberg und Norgaardholz

AMT GELTINGER BUCHT | Mehr Sicherheit an den Stränden: Das hat sich die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft (DLRG) seit nunmehr 100 Jahren auf ihre Fahnen geschrieben. Und das ist es auch, was die örtlichen Vereine und die Meer-Anrainer-Gemeinden wollen, nicht zuletzt im Interesse des Tourismus. Und so gab es jetzt reihum strahlende Gesichter, als Dr. Klaus Wilkens, Präsident des Bundesverbandes der DLRG aus Bad Nenndorf, zusammen mit dem Vizepräsidenten des Landesverbandes, Uwe Lensch, und Landesgeschäftsführer Thies O. Wolfhagen (beide aus Eckernförde) die Prädikats-Urkunden "Lifeguarded Beach - bewachter Strand" an die Gemeinden Hasselberg, Kronsgaard und Steinberg überreichte.

Da Urkunden aber eher etwas für die Wand sind, dieses Qualitätsmerkmal aber für jeden Strandbesucher sichtbar sein muss, gab es rote Banner mit dem orangefarbenen Rettungsschwimmer darauf. Diese flattern nun vor der Wasserrettungsstation an der Hasselberger Promenade und bei der Seebadeanstalt Norgaardholz im Wind.

DLRG-Präsident Wilkens betonte bei der Verleihung, dass der Sicherheitsaspekt angesichts der weltweiten Sterbefälle durch Ertrinken - allein in Europa sind es jährlich zwischen 35 000 und 40 000 Menschen - zunehmend an Bedeutung gewinne. Das rote Banner der International Life Saving Federation of Europe (ILSE) stehe für Einhaltung verbindlicher Vorgaben. Qualifizierte Gefahrengutachter (Risk Assessoren) haben eine Gefahrenanalyse entwickelt, mit dem Ziel, dem Ertrinken besser vorbeugen zu können und die Zahl der Badeunfälle zu verringern. Wilkens listete die Kriterien auf, nach denen auch die Strände von Hasselberg-Oehe bis Kronsgaard-Pottloch sowie Norgaardholz unter die Lupe genommen worden sind. Diese Kriterien nach internationalem Standard seien durch einige Nachbesserungen erfüllt, so dass beide Strände zertifiziert werden konnten: mit großformatigen Schildern an den Strandzugängen, die über Gefahren und Risiken ebenso informieren wie über Wasserrettungsdienst-Einrichtungen - im Fall von Hasselberg, Kronsgaard und Steinberg die DLRG. Das Prädikat hat bei jährlicher Bestätigung durch Gutachter eine Laufzeit von vier Jahren - danach muss erneut geprüft werden.

Hasselbergs Bürgermeister Hans-Heinrich Franke - auch sein Bürgermeisterkollege Gerhard Geißler aus Steinberg sowie Kronsgaards stellvertretende Bürgermeisterin Sigrid Wolfram waren zur Verleihung gekommen - ließ aus seiner Sicht den Weg von der Antragstellung bis hin zur Zertifizierung Revue passieren. Es sei der ehemalige Vorsitzende der DLRG Gelting-Golsmaas-Hasselberg (GGH) Armin Blome gewesen, der Ende 2010 die Angelegenheit zugunsten erhöhter Sicherheit am Strand auf den Plan brachte. Er, Franke, sei dann diesbezüglich beim Amtsausschuss vorstellig geworden, und so kam die Sache ins Rollen. Nach erfolgter Risikobewertung gestaltete sich die Umsetzung als zeitaufwändig.

Auch im Namen seines Vorstands-Kollegen Heiko Marquardsen von der DLRG Norgaardholz unterstrich GGH-Chef Hans-Heinrich Horn den hohen Ausbildungsstand der Wachgänger an den Stränden. Die Rettung von Menschen sei kein einfaches, sondern oft ein gefährliches Unterfangen. Dennoch: "Wir DLRG-ler sind stolz, an diesen Stränden Wache zu gehen." Im Interesse der Strandbesucher "sind wir verlässliche Partner".

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erstellt am 09.Aug.2013 | 04:59 Uhr

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