Modellschule : AVS ist bereit für die digitale Zukunft

Sind gespannt, wie das Konzept umgesetzt wird: Markus Eckert (l.) und Wolfgang Sappert.
Sind gespannt, wie das Konzept umgesetzt wird: Markus Eckert (l.) und Wolfgang Sappert.

Das Gymnasium ist Modellschule für das Lernen mit elektronischen Medien. Das Land Schleswig-Holstein steuert 30 000 Euro zur Konzept-Umsetzung bei.

shz.de von
04. Juni 2015, 14:30 Uhr

Flensburg | „Es wäre ein Traum, wenn man im B-Gebäude von Raum zu Raum gehen und dort Ergebnisse präsentieren könnte“, sagt Markus Eckert, Leiter der Auguste-Viktoria-Schule (AVS). Und genau das möchte das Gymnasium den Schülern schon in weniger als zwei Jahren ermöglichen. Die AVS darf sich nämlich digitale Modellschule im Projekt „Lernen mit digitalen Medien“ nennen. Zwölf Schulen zeichnete Bildungsministerin Britta Ernst mit diesem Titel aus, auf die das Gesamt-Preisgeld von 200  000 Euro verteilt wird. 30  000 Euro gehen dabei an die AVS, dessen innovatives Konzept zum Einsatz digitaler Medien im Unterricht überzeugte.

Ziel der Schule ist es nun, das bisherige IT-Angebot weiterzuentwickeln und auszubauen. So soll das gesamte B-Gebäude, in dem die Mittel- und Oberstufe unterrichtet wird, mit W-Lan ausgestattet und stationäre Beamer in zwölf zusätzlichen Klassenräumen mit verschiedenen Schnittstellen zur Bild- und Tonübertragung inklusive Lautsprecher installiert werden. Statt an Laptops sollen die Schüler künftig mit Tablet-PCs arbeiten. Über die „owncloud“, einen externen Speicherplatz, können sie von Smartphones, Laptops und Tablets auf ihre Aufgaben und Präsentationen zugreifen und sie überall bearbeiten.

Lehrer Timo Räker hebt auch die digitalen Schulbücher hervor, die verstärkt genutzt werden sollen. „Diese sind ein spannendes Feld in der Zukunft“, erklärt er. Sie sind nicht nur farbig, sondern auch interaktiv und beinhalten beispielsweise Statistiken oder 3-D-Ansichten. Für den Deutschunterricht werden sie eine große Erleichterung sein, denn sämtliche Werke von Schiller, Goethe oder Lessing stehen kostenlos zur Verfügung.

Schulleiter Markus Eckert verdeutlicht die Multifunktionalität eines Tablets. Auf einem iPad können die Schüler schreiben und Präsentationen entwerfen. „Beim Sport können Lehrer den Schülern über die Kamera ihre Bewegungsabläufe zeigen“, erklärt er. Und im Englischunterricht steht ein digitales Wörterbuch bereit.

Doch was ist mit den Anschaffungskosten? Schließlich kann sich nicht jede Familie so ein Gerät leisten. Auch Wolfgang Sappert, Vertreter der Stadt Flensburg, stellt sich diese Frage. Doch daran hat die Schule gedacht. Man müsse nicht das teuerste Gerät kaufen, erklärt Räker. Auf der anderen Seite fallen andere Kosten, etwa für Bücher oder einen Taschenrechner weg.

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