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Rücken : Auszeichnung für Wirbelsäulenzentrum der Diako

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Alle Verfahren und Abläufe wurden geprüft und bewertet

shz.de von
erstellt am 07.Feb.2017 | 07:27 Uhr

Das Wirbelsäulenzentrum der Diako Flensburg hat mit dem Zertifikat Level 1 der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) nun als erstes Zentrum in Schleswig-Holstein die höchste Auszeichnung erhalten. „Sämtliche Verfahren, Beratung der Patienten, Behandlungsabläufe und -ergebnisse kamen dabei auf den Prüfstand“, berichteten die Chefärzte Wolfgang Börm (Neurochirurgie) und Thorsten Lange (Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Sportmedizin). Die DWG ist die größte Fachgesellschaft für Wirbelsäulentherapeuten in Europa.

„Zu uns kommen oft Patienten in die Sprechstunde, die manchmal monatelang erfolglos mit unterschiedlichsten Methoden behandelt wurden“, sagt Prof. Börm. „Grundsätzlich versuchen wir immer erst, einen Bandscheibenvorfall mit konservativen Mitteln zu behandeln“, betont der Neurochirurg. „In einigen Fällen ist die mikrochirurgische Operation allerdings die Behandlung mit den größten Erfolgsaussichten. Zum Beispiel dann, wenn der Schmerz droht, chronisch zu werden.“

In enger Abstimmung entwickeln Neurochirurgen, Orthopäden, Unfallchirurgen, Radiologen, Neurologen und Schmerztherapeuten in der Diako Behandlungskonzepte, die auf den einzelnen Patienten zugeschnitten sind. Sie reichen von der Injektion eines Schmerzmittels an der schmerzenden Stelle bis hin zu mikrochirurgischen Methoden: „Der Hautschnitt genau an der betreffenden Stelle ist nur zwei bis zweieinhalb Zentimeter groß, die mikrochirurgische Entfernung des Bandscheibenvorfalls dauert etwa 45 Minuten“, erläutert Börm die Prozedur. Nicht wenige der Patienten seien anschließend beschwerdefrei, das hänge aber von der Schwere des Bandscheibenvorfalls ab.

In besonderen Fällen kommen endoskopische Techniken zum Einsatz. Auch bei Operationen bei Wirbelkanalverengungen setzen die Neurochirurgen der Diako eine schonende, mikrochirurgische Technik unter Zuhilfenahme eines Hochleistungsoperations-Mikroskops ein.

Nicht unwichtig sei die Nachsorge nach dem stationären Aufenthalt, zu der das Erlernen rückengerechten Verhaltens und rückenstärkende Übungen gehören. „Nicht zu unterschätzen ist die richtige Ergonomie am Arbeitsplatz“, nennt Börm als weitere wichtige Maßnahme. „Und – viel Bewegung.“

Die komplexe Wirbelsäulenchirurgie – zum Beispiel bei Verletzungen, Entzündungen und Tumoren, die häufig auch aufwendige Rekonstruktionen erfordern – wird zusammen mit der orthopädischen und unfallchirurgischen Klinik betrieben. „Brüche der Wirbelsäule sind oftmals schwere Verletzungen und können aufgrund der Nähe zum Rückenmark erhebliche Schäden beim Patienten verursachen“, erklärt Dr. Thorsten Lange, Chefarzt der Diako-Klinik für Orthopädie, Unfallchirurgie, Handchirurgie und Sportmedizin. Bei schwereren Brüchen, welche das Rückenmark erreichen und wenn eine Beteiligung von Nerven beziehungsweise Bändern besteht, sei eine stabilisierende operative Versorgung zwingend erforderlich.

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