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Flensburger Tageblatt

17. August 2017 | 18:15 Uhr

Ausbilder kreuzen vor Glücksburg

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Teams aus Europa segeln beim 3. European Sailing Academies Cup der Hanseatischen Yachtschule Glücksburg mit / Erstmals die Uni an Bord

Wer gerne hart am Wind segelt, muss schon mal warten können. Darauf hatten sich die Teilnehmer des dritten European Sailing Academies Cup in Glücksburg eingestellt. Doch trotz anfänglich schwacher Brise konnte wie geplant gesegelt werden. Acht Crews aus Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, Dänemark, Norwegen und Schweden lieferten sich Sonnabend und Sonntag fünf Rennen. Zu dem Cup hatte die Hanseatische Yachtschule des Deutschen Hochseesportverbands Hansa eingeladen. Das Besondere an dem Cup: Die Teilnehmer sind alle Segelausbilder von gemeinnützig arbeitenden Organisationen in ihren Ländern.

Vor allem der Erfahrungsaustausch und das Knüpfen neuer Kontakte veranlassen die Ausbilder dazu, die Wege durch Europa bis nach Glücksburg zurückzulegen. Das hatte auch Jose Manuel Fernandez zum zweiten Mal an die Förde geführt. Der Ausbilder am „Centro International de Navigacion de Arosa“ (CINA) hatte seine Tochter Mar Fernandez mitgebracht, die in Bremen lebt. In Glücksburg finden die Teilnehmer eine Bildungseinrichtung vor, die neben Schulungs- und Freizeitmöglichkeiten 54 Zimmer mit 154 Kojen und Vollverpflegung vorhält, aber auch selbst eine Werfthalle mit Bootsbauer für Reparaturen ihr Eigen nennen kann.

Mit J-80-Booten, einer schnellen, wendigen Bootsklasse, die seit zehn Jahren auf dem Markt ist und sich international etabliert hat, legten die Vierer-Crews von den drei Brücken der Yachtschule ab. Es ging einen Up- and Down-Kurs entlang, dessen Tonnen eine Meile entfernt von einander lagen. Schweden hatte sich zum ersten Mal angemeldet. Neu dabei war auch die Crew der Universität Flensburg, zu der Beeke Holm, Thorben-Henryk Strube, Jonas Hanke, Johannes Priegnitz und Mats Ackermann gehörten. Federführend dabei agierte Marc vom Endt, der als wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Gesundheits-, Ernährungs- und Sportwissenschaften die Einladung der HYS entgegengenommen hatte. Yachtschule und Universitätsinstitut kooperieren seit diesem Jahr. Vom Endt bietet seit dem Sommersemester einen Kompaktsegelkurs für Lehramtsstudenten an und kann dabei auf die Ausstattung der Glücksburger Einrichtung zurückgreifen. Die Yachtschule selbst hatte ihr Team aus ganz Deutschland rekrutiert.

„Der Cup hat eine große Bedeutung für uns, weil wir die internationale Jugendbegegnung im Segelsport fördern wollen“, sagte Lutz-Henning Müller, Geschäftsführer des Deutschen Hochseesportverbands Hansa in Hamburg. Der Kontakt der europäischen Organisationen untereinander sei sehr wichtig. Schulleiter Wolfgang Valtentin sieht sich durch die wiederholte Teilnahme von Ausbildern aus anderen Ländern nicht nur im Veranstaltungskonzept bestätigt. „Wenn Ausbilder wiederholt teilnehmen, ist das ein Erfolg für uns. Wir sind einfach gut strukturiert und ausgestattet.“ Für ein Netzwerk von Multiplikatoren und den Imagegewinn nimmt er die „enorme Organisation“ gern in Kauf. Ob das Event immer in Glücksburg stattfinden wird, ist noch nicht entschieden.

30 Ehrenamtler unterstützten den Cup an diesem Wochenende. 70 weitere waren zum Abschlusssegeln angereist – ein Dankeschön der Schule des DHH für ihren Einsatz während der Saison.

Die Ausbilder segelten bei idealen Wind- und Wetterbedingungen, 3-4 Beaufort aus östlichen Richtungen, wie Valentin am Ende feststellte: „Es gab keine klaren Favoriten. Erst nach der letzten Wettfahrt stand die Crew von Les Glenans aus Frankreich als Gesamtgewinner fest.“


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erstellt am 30.Sep.2013 | 19:24 Uhr

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