Aus: Hotel Flensburger Hof ist seit gestern Vergangenheit

Abschied: Susanne Rode-Kölling und Tochter Katharina (Mitte, von links) sagen 'Farvel!' zu den letzten Hotelgästen. Foto: Borm
Abschied: Susanne Rode-Kölling und Tochter Katharina (Mitte, von links) sagen "Farvel!" zu den letzten Hotelgästen. Foto: Borm

Im Herzen Flensburgs fehlt seit gestern ein Hotel mit Tradition. Das Hotel "Flensburger Hof" von Susanne Rode-Kölling verabschiedete am Sonntagmorgen seine letzten Gäste.

shz.de von
22. Dezember 2008, 07:38 Uhr

Flensburg | Nach elfeinhalb Jahren war gestern Schluss. Susanne Rode-Kölling beendete die Tradition des Flensburger Hofs - jedenfalls unter ihrer Leitung. "Ich weiß nicht, welche Pläne der Eigentümer hat, vielleicht wird hier ja auch der Hotelbetrieb fortgeführt, aber für mich ist das Kapitel zu Ende."

Sie hätte den erfolgreichen Betrieb gerne fortgeführt, aber der Pachtvertrag lief aus, und eine Verlängerung hätte aus ihrer Sicht einiger Investitionen bedurft, über die man sich allerdings nicht verständigen konnte. Und so blieb nur der Schlussstrich - einer mit Wehmut.

Zusammen mit Tochter Katharina verabschiedete sie am Wochenende bei einem Gläschen Sekt die letzten, treuen Gäste aus Dänemark, die eine vorweihnachtliche Einkaufstour in Flensburg gemacht hatten. Stammkunden aus Skandinavien seien ihr besonders ans Herz gewachsen, sagt die Hotelfrau. Durch die Herzlichkeit und die Freundlichkeit der nordischen Gäste habe sich über die Jahre hinaus ein fast persönliches Verhältnis entwickelt.

Das familiär geführte Hotel ist bei vielen Gästen schon seit langem beliebt. Die 22 Zimmer haben viele Menschen beherbergt, und auch einige schöne Erlebnisse und Freundschaften sind in der Zeit entstanden, sagt Rode-Kölling.

Stammgäste werden jetzt an befreundete Hotels weitergeleitet, die fest angestellten Mitarbeiter konnten alle in regionalen Betrieben untergebracht werden, freut sich die Chefin. Sie wird sich sicher nicht aus der Flensburger Gastronomie- und Hotelszene verabschieden, kündigte Susanne Rode-Kölling an. Nach elf Jahren mit einer Sieben-Tage-Woche gönnt sie sich jetzt allerdings erst einmal eines: Urlaub.

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