Aus der Osbek- wird die Ostseeschule

An der Jürgensgaarder Straße wurden die Kinder wegen Platzmangels auch in Containern unterrichtet (rechts im Bild). Foto: Euler
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An der Jürgensgaarder Straße wurden die Kinder wegen Platzmangels auch in Containern unterrichtet (rechts im Bild). Foto: Euler

Ferien mit viel Arbeit: Pünktlich zum nächsten Schuljahr will die Ostseeschule im neuen Domizil, dem Gebäude der Osbekschule, ihren Unterricht aufnehmen. Bis dahin gibt es aber noch viel zu tun.

shz.de von
22. Juli 2009, 06:22 Uhr

Flensburg | Die Ratsversammlung hat Ende vergangener Woche grünes Licht für den Kauf der Immobilie am Klosterholzweg gegeben, die Renovierungsarbeiten sollen in wenigen Tagen starten: An der Ostseeschule laufen die Vorbereitungen für den Umzug auf Hochtouren. In der letzten Ferienwoche will die Privatschule in das Gebäude der Osbekschule, die ihren Betrieb mit dem vergangenen Schuljahr eingestellt hat (wir berichteten), umziehen.

"Die Schule ist gut in Schuss, trotzdem haben wir jede Menge zu tun", sagt Ostseeschul-Leiter Ulrich Dehn. Um Platz für die raumgreifende Montessori-Pädagogik zu schaffen, müssten Wände durchbrochen, die Klassenräume vergrößert und um ein Drittel auf insgesamt acht im Hauptgebäude reduziert werden. Sämtliche Flure und Treppenhäuser sollen durch Auslegware "optisch und akustisch aufgewertet" werden - "eine Riesenaktion". Zwei Nebengebäude beherbergen künftig eine Werkstatt sowie die für den Ganztagsbetrieb notwendige Mensa und Cafeteria.

Nach zwei Jahren unter beengten Verhältnissen an der Jürgensgaarder Straße sei die Vorfreude im Kollegium auf das neue Zuhause entsprechend groß, sagt Dehn. Die Ostseeschule wächst von rund 500 auf satte 3300 Quadratmeter. Wachsen wird ab September erneut auch die Schülerzahl: von 120 auf 150 Mädchen und Jungen, die dann in sechs "Lerngruppen" unterrichtet werden. Die Zahl der Interessenten habe bei etwa 180 gelegen. Bislang wurden pro Jahr 25 neue Kinder aufgenommen, ihre Zahl könnte sich im neuen Heim "maximal verdoppeln".

Dass die Schule, die bislang noch keine öffentlichen Zuschüsse bekommt, Kauf und Renovierung überhaupt stemmen könne, verdanke sie den Eltern und anderen Förderern, sagt Dehn; die Unterstützung der regionalen Wirtschaft sei "enorm". Für den Kauf des Schulgebäudes fehlten dem Förderverein aber noch "einige 100 000 Euro" Eigenkapital. Um die zusammen zu bekommen, hat die findige Schulleitung verschiedene Aktionen gestartet: eine davon unter dem Titel "1000 mal 1000". "1000 Leute sollen 1000 Euro spenden", erklärt Dehn das selbsterklärende Konzept. Ein ehrgeiziges Ziel, "aber mit den ersten 70 Unterstützern sind wir schon gut davor".

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