Wasserpromenade Flensburg : Aufwertung der Hafen-Westseite

Maritimes Großprojekt an der Schnittstelle zwischen Wasser und Land: Die gelbe Linie zeigt den Verlauf der Promenade. Ein drei, zum Teil fünf Meter hoher Zaun bildet die Grenze zu den Fahrzeugbetrieben.
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Maritimes Großprojekt an der Schnittstelle zwischen Wasser und Land: Die gelbe Linie zeigt den Verlauf der Promenade. Ein drei, zum Teil fünf Meter hoher Zaun bildet die Grenze zu den Fahrzeugbetrieben.

Umwelt- und Planungsausschuss beschließt neuen Antrag für 14,3 Millionen Euro teure Fördepromenade

shz.de von
25. Januar 2018, 08:11 Uhr

CDU-Fraktionschef Arne Rüstemeier kam fast ins Schwärmen, für den Linken Frank Hamann ist es „eine schöne Maßnahme, die die Stadt aufwerten wird“: Ohne Gegenstimme hat der Umwelt- und Planungsausschuss einen neuen Förderantrag für die Fördepromenade West samt Wasserplatz und Sanierung der Kaimauer beschlossen. Die Kostensteigerung von 10,5 auf 14,3 Millionen Euro wurde nur am Rande erwähnt und kurz bedauert, aber nicht weiter thematisiert.

Der neue Antrag wurde notwendig oder empfehlenswert, weil es seit 2015 eine neue Städtebau-Förderrichtlinie gibt. Die führt dazu, dass der städtische Anteil an den Kosten trotz erheblicher Steigerung sogar noch leicht sinkt (wir berichteten). Markus Pahl, Chef der städtischen Sanierungsgesellschaft, erläuterte Details der Planung. So soll am Wasserplatz am Nordende des Wegs nicht nur eine Badestelle, sondern auch ein Anleger für Fördeschiffe errichtet werden. Auf diese Weise wird ein Rundweg um „die schönste Innenförde der Welt“ (Rüstemeier) möglich.

Außerdem soll am Wasserplatz ein Gebäude entstehen, in dessen Erdgeschoss zwingend ein Gastronomie-Angebot platziert wird. Interessenten hierfür gebe es bereits, so Pahl, doch die Ausschreibung werde erst nach Baubeginn erfolgen. Zunächst müssten am 27. Februar die komplizierten Gestattungsverträge mit den beiden Unternehmen an der Landseite unterzeichnet werden. Dabei geht es um die Verankerung der Kaimauer und der Spundwände mit etlichen Meter langen Bodenankern unter den privaten Grundstücken.

Pahl räumte ein, dass es sich um ein teures Projekt handele; die Kosten würden sich aber im Bereich vergleichbarer Vorhaben bewegen. So hätten beim Neubau des Schulauer Hafens in Wedel ein Meter Promenade 22 200 Euro gekostet; die Fördepromenade liege bei 21 600 Euro pro Meter, so Pahl. Der neue Förderantrag müsse bis Ende März eingereicht werden.

Bei extremem Hochwasser wird die Promenade überflutet; sie liegt auf dem Niveau der Schiffbrücke. Bislang ist eine Reling vorgesehen; auf die würde Arne Rüstemeier gern verzichten. Hierüber werde er mit den Fördermittelgebern sprechen, so Pahl.

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