Stadtbildpflege in Flensburg : Auftakt für die Park-Verschönerung

Zollstockarbeit: Dirk Johannsen (TBZ), Friedrich Schreiber und Cordelia Feuerhake (Verschönerungsverein) sowie Lorenz Lippelt (Verein Zeitraum) besprechen Details des neuen Geländers.
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Zollstockarbeit: Dirk Johannsen (TBZ), Friedrich Schreiber und Cordelia Feuerhake (Verschönerungsverein) sowie Lorenz Lippelt (Verein Zeitraum) besprechen Details des neuen Geländers.

Neue Aussichtsplattform mit Blick auf Stadt und Hafen ist fast fertig - doch eine nachhaltige Verbesserung des Volkspark-Zustands wird wohl teuer

shz.de von
25. Januar 2017, 13:45 Uhr

Flensburg | Ohne Laub ist die Sicht noch besser. Vom Aussichtspunkt an der Südwestecke des Volksparks hat man einen prächtigen Blick über Hafen und Innenstadt, das Panorama reicht von St. Jürgen bis zur Walzenmühle. Der Platz ist frisch gepflastert mit gelbem Klinker, die Fundamente für zwei Bänke stehen fest verankert. Gestern wurde das schmiedeeiserne Geländer angepasst, das hier demnächst eingebaut wird. Im Frühjahr plant der Verschönerungsverein, der federführend hinter der Neugestaltung des Aussichtspunktes steht, eine kleine Einweihungsfeier mit allen Förderern.

15000 Euro lässt sich das der Verschönerungsverein kosten – und hofft auf Nachahmer sowie Bewegung in Politik und Verwaltung, damit im Volkspark etwas passiert. Kleingärtner, Spaziergänger und vor allem die Bewohner Fruerlunds, für die der Park Naherholungsgebiet ist, beklagen seit Jahren die zunehmende Verwahrlosung des Grünareals auf dem östlichen Fördehang. Das Forum Fruerlund nannte die Verbesserung des Zustands als eines der wichtigsten Ziele für 2017.

Barbara Hartten, zuständige Abteilungsleiterin im Technischen Betriebszentrum (TBZ), würde gern mehr machen. Doch das kostet Geld. Seit der Volkspark von den Kommunalpolitikern in Pflegestufe 4 gesetzt wurde, wird die Vegetation überwiegend sich selbst überlassen. Wie in allen Grünflächen in unseren Breiten setzt sich auf Dauer der Wald durch. Will man jedoch einen Park mit großen Freiflächen, gut begehbaren Wegen, womöglich sogar mit blühenden Pflanzen gestaltete Teilflächen, muss mehr Geld locker gemacht werden. „Ich kann mich noch an richtige Rosenbeete hier im Park erinnern“, berichtet Hartten.

„Es gibt ein altes Pflegekonzept“, sagt sie, „darauf könnte man aufbauen.“ Sie stellt jedoch klar, dass es nicht reicht, einmalig etwas zu gestalten. „Es gibt dann auch regelmäßige Folgekosten.“ Mit dem bestehenden Budget wolle man jetzt den Teich in der Nähe des Wasserturms frei schneiden und so sichtbarer machen. Auch sollen einige Gehwege auf Vordermann gebracht werden.

Bevor jedoch grundsätzlich etwas passiert, wird viel Zeit ins Land gehen. Eine Initiative fast aller Ratsfraktionen von November 2016 fordert die Politik zunächst mal ein Konzept samt Kosternschätzung, und zwar nicht nur für den Volkspark, sondern auch für den Museumsberg und den Landschaftspark Twedter Mark . Erst Ende des Jahres will man dann entscheiden, wie viel Geld für welche Maßnahmen man bereit stellt. Konkrete, in der Landschaft sichtbare Maßnahmen sind demnach erst im Jahr 2018 möglich. Bis dahin wächst und sprießt es munter weiter in allen drei Grünanlagen.

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