Bildung in Flensburg : Auf zum Bildungszentrum!

Zum Abriss freigegeben: Die Tage der Schule Fruerlund sind gezählt, jetzt kommt das Bildungszentrum
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Zum Abriss freigegeben: Die Tage der Schule Fruerlund sind gezählt, jetzt kommt das Bildungszentrum

Schule Fruerlund wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt / Heute Start des Bebauungsplan-Verfahrens

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09. Januar 2018, 07:54 Uhr

Die Stadt geht jetzt zügig an die Neuplanung für die Schule Fruerlund, aus der ein komplett neues Bildungszentrum werden soll. Geplant sind hier der Abriss der bestehenden Schule sowie Neubau einer Grundschule und einer Kindertagesstätte mit einer gemeinsamen Mensa und Sportanlagen. Auch ein Bildungshaus steht auf der Agenda. Heute wird der Umwelt- und Planungsausschuss voraussichtlich die Aufstellung eines Bebauungsplans beschließen.

Einen Zeitplan gibt es noch nicht. Das liegt auch daran, dass die Stadt, die den Bau von drei neuen Grundschulen beschlossen hat, zunächst die Ramsharde-Schule in Angriff nehmen wird. Hier muss wegen zugesagter Fördermittel noch in diesem Jahr Baubeginn sein.

Das für Fruerlund geplante Bildungszentrum, das seit wohl bald zehn Jahren in Planung ist und früher als Kindercampus Fruerlund firmierte, wird sich von anderen Schulen in der Stadt unterscheiden. „Das Konzept eines offenen quartiersbezogenen Bildungszentrums beinhaltet neben dem Neubau der Schule und einer Kindertagesstätte eine Mensa für gemeinsames Mittagessen, Angebote zur verlässlichen Ganztagesbetreuung, Hausaufgabenhilfe, familien-ergänzende Erziehung und Förderung, unterrichtsergänzende Freizeitangebote, Beratungsstelle und Kommunikationsangebote für Gesundheit, Ernährung, Bewegung und Sprachkurse“, heißt es in der Beschlussvorlage. Auch soll die räumliche Nähe von Schule und Kita mit einer entsprechenden Kooperation des Personals beider Einrichtungen einen fließenden Übergang von der Kita zur Schule möglich machen – auch mitten im Schuljahr oder auch nur für einzelne Schulstunden. Es habe bereits vorbereitende Workshops zu diesen Themen gegeben, berichtet Stadtsprecher Clemens Teschendorf. Daran hätten neben der Schule und Eltern auch Mitarbeiter der Kommunalen Immobilien und des Fachbereichs Bildung teilgenommen.

Eine Sanierung des betagten Gebäudekomplexes würde teurer werden als Abriss und Neubau, sagte Teschendorf weiter. Für die Entwicklung des Standortes ist vorgesehen, einen Wettbewerb durchzuführen. Das Wettbewerbsergebnis soll dann frühzeitig der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Das Projekt wird zudem eingebunden in das städtebauliche Entwicklungskonzept Fruerlund, das vom städtischen Sanierungsträger betreut wird.

Im südlichen Teil des Grundstücks wird heute bereits Schulsport ausgeübt. Dieser Bereich liegt in einem Landschaftsschutzgebiet. „Um eine größere Dispositionsfreiheit für Schul- und Sportnutzung zu erhalten, sollte dieser Teil aus dem Landschaftsschutz entlassen werden“, schlägt die Stadtplanung vor.

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